TOURISMUS: Japaner streichen Schweiz-Reisen

Die Mexiko-Grippe dämpft das Reisefieber der Japaner. Das grassierende Virus raubt ihnen die Lust auf Europatrips – was auch die Hotelliers in Luzern spüren.

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Japaner in Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Japaner in Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Als ob die Wirtschaftskrise nicht schon Gift genug wäre, entpuppen sich nun auch Meldungen von der Pandemiefront als Bremsklotz für den Tourismus. «Es kommen viel weniger Japaner, Taiwan-Chinesen und Koreaner nach Luzern», sagt Sofia Dittli vom Hotel Luzernerhof. Sie befürchtet, dass asiatische Gäste im Herbst vollends einen Bogen um Europa, die Schweiz und Luzern machen. Den Grund dafür ortet sie einerseits beim Bundesamt für Gesundheit, das in der Schweiz für den Herbst 1 bis 2 Millionen Erkrankungen an der Mexiko-Grippe prognostiziert und damit Unsicherheit verbreite. Zum anderen würden die Medien diese Nachrichten in die Welt hinaustransportieren und damit potenzielle Touristen von Trips nach Europa abhalten.

Reisen werden annulliert
In der Tat mutieren wegen der Mexiko-Grippe immer mehr an sich reisefreudige Japaner zu Stubenhockern. «In Japan ist es deswegen zu Reise-Annullationen gekommen», bestätigt Edith Zweifel, Mediensprecherin von Schweiz Tourismus.

Kari Kälin