Tourismus: Luzern auf Platz 1 aller Alpenregionen

Im Tourismusjahr 2017 war Luzern der erfolgreichste Ort aller Alpen-Destinationen. Dies verdankt die Stadt auch einer sehr guten Sommersaison. Mit Weggis hat es ein weiterer Ort aus der Region in die Top Ten geschafft.

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Bei Touristen gerade im Sommer sehr beliebt: Luzern ist international die erfolgreichste Alpen-Destination. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 10. Juli 2018))

Bei Touristen gerade im Sommer sehr beliebt: Luzern ist international die erfolgreichste Alpen-Destination. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 10. Juli 2018))

Der Luzerner Tourismus ist auf einem Höhenflug: Auf der Rangliste der erfolgreichsten Alpen-Destinationen steht Luzern ganz zuoberst. Wo die Stadt bei der letzten Auswertung noch fünfter war, belegt sie jetzt die Spitzenposition. Dies zeigt die aktuelle Studie von BAK Economics. Das Wirtschaftsforschungsinstitut analysierte die Performance und Wettbewerbsfähigkeit von 150 internationalen Orten. Die Studie basiert auf den Zahlen von 2017.

Das Institut hat die Orte mit einer Note von 1 bis 6 bewertet. Luzern erreicht dabei die Note 5,1. Diese wird aus den Faktoren Entwicklung der Marktanteile, Auslastung der Hotellerie und Ertragskraft der Ferienregion berechnet.

Vor allem im Sommer stark

BAK Economics misst auch die Leistung der Sommer- und Wintersaison. Und auch in der Sommersaison ist Luzern mit der Note 5,4 auf dem ersten Platz. Die Erstplatzierung im Gesamt-Ranking hat man mitunter auch diesem sehr starken Sommer zu verdanken: Die Auslastung der Hotelkapazitäten liegen bei 70 bis 80 Prozent, wobei der Ertrag pro Übernachtung überdurchschnittlich hoch ist. Auch die hohe Dichte an Attraktionen und die ideale Lage am Vierwaldstättersee machen Luzern sehr attraktiv. So hat die Leuchtenstadt auch schon in vergangenen Sommern die besten Ergebnisse aller Orte erzielt. Im Sommer-Ranking ist mit Weggis auf Platz 9 zudem ein weiterer Ort aus dem Kanton Luzern vertreten. Interlaken (BE) schafft es auf Platz 4.

Qualität vor Quantität

In Luzern zeigt man sich erfreut über die Ergebnisse. «Das Interesse an unserer Region ist sehr gross und Luzern geniesst eine grosse Beliebtheit. Das sehr gute Abschneiden als Sommer- und die weitere Verbesserung als Ganzjahres-Destination zeigt uns, dass Luzern für die Zukunft gut positioniert ist», sagt Sibylle Gerardi, Leiterin Unternehmenskommunikation der Luzern Tourismus AG. Sie begründet das Ranking auch durch die Investitionen in Infrastruktur, neue, vielfältige Angebote sowie die breite Positionierung betreffend Gästeherkunft. «Auch natürliche Begebenheiten, wie die Lage am Vierwaldstättersee, helfen mit.»

Gerardi ist auch optimistisch, was die nächsten Jahre angeht: «Wir sind zuversichtlich und überzeugt, für die Zukunft mit dieser Ausgangslage gut aufgestellt zu sein.» Es sei aber nicht zwingend das Ziel, immer mehr Gäste anzulocken. «Wir verfolgen eine Qualitäts-Strategie mit dem Ziel, auch Phasen mit bestehenden Kapazitäten besser auszulasten und die Frequenzen optimaler über das Jahr zu verteilen.»

Österreich dominiert – Schweiz holt auf

Im Gesamt-Ranking ist Zermatt (Platz 9) der einzig andere Schweizer Ort in der Top 10. Diese ist ansonsten dominiert von Orten aus Österreich. Auf Platz 2 liegt beispielsweise das Kleinwalsertal in der österreichischen Region Voralberg. Gerade im Winter-Ranking schneidet Österreich gut ab: Platz 1 bis 9 sind belegt von Orten aus dem Nachbarland. Auf Platz 10 folgt dann Verbier (VS).

Doch die Schweiz holt auf: im Vergleich zum Vorjahr haben die Schweizer Destinationen 8 Plätze im internationalen Ranking aufgeholt. Die Resultate zeugen von einer Trendwende im Schweizer Alpentourismus. Nachdem die Zahl der Hotelübernachtungen im Alpenraum bereits 2017 mit einem Wachstum von 5 Prozent sehr deutlich im Plus war, zeigt sich im Tourismusjahr 2018 mit einem Plus von 3,3 Prozent erneut eine deutliche Nachfragesteigerung. Der Winter war dabei stärker ausschlaggebend als der Sommer. (pd/sre)