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TOURISMUS: Neue Pläne: So will Sörenberg seine beiden Skigebiete verbinden

Die Bergbahnen wollen sich fit für die Zukunft machen. Vorgesehen sind Investitionen in der Höhe von rund 11 Millionen Franken – vier Mal weniger als ursprünglich geplant.
Cyril Aregger
Die geplanten Investitionen und Veränderungen des reduzierten Projekts in Sörenberg.

Die geplanten Investitionen und Veränderungen des reduzierten Projekts in Sörenberg.

Cyril Aregger

cyril.aregger@luzernerzeitung.ch

Ein neuer Sessellift im Gebiet Eisee sowie eine Verbindung zwischen den Skigebieten Rothorn und Sörenberg Dorf. So will sich die Bergbahnen Sörenberg AG für die kommenden Jahre rüsten. Die Pläne liegen derzeit bei der Gemeinde Flühli und in Luzern zur Einsicht auf (Ausgabe vom 28. Januar). Geplant ist Folgendes:

  • Der Zweier-Sessellift auf dem Eisee wird durch einen Vierer-Lift ersetzt. Die Talstation befindet sich nicht mehr im Gebäude des Bergrestaurants, sondern ist dem bestehenden Gebäude vorgelagert. Der Skilift Eisee, der heute parallel zum Sessellift verläuft, wird abgebaut und ins Tal transportiert.
  • Dort wird er bei der Talstation der Rothorn-Seilbahn als neuer Skilift Schönenboden–Ober Habchegg wieder aufgebaut.
  • Das Skigebiet Eisee und die Abfahrt nach Schönenboden erhalten eine Beschneiungsanlage.
  • Für die Talabfahrt Eisee–Schönenboden und die neue Verbindung Ober Habchegg–Sörenberg Platz sind kleinere Geländeanpassungen und zwei Rodungen vorgesehen. Als Ersatz für die gefällten Bäume sind in der Nähe Aufforstungen vorgesehen.

Auf rund 11 Millionen Franken werden die Kosten für diese Projekte geschätzt. Bis Mitte letzten Jahres hatten die Bergbahnen noch weit grössere Pläne: Sie sahen unter anderem einen Neubau und die Verlegung der Seilbahn auf das Rothorn vor. Zudem sollte von der neuen Talstation eine neue Seilbahn nach Witenlauenen gebaut werden (siehe Kasten). Weil die Projektkosten aber durch zahlreiche Einsprachen von Naturschutzverbänden und dem Heimatschutz sowie grösseren Kosten beim Restaurant von 35 auf rund 43 Millionen Franken anstiegen, wurde es auf Eis gelegt.

Baubeginn im Sommer ist «sehr wichtig»

2010 erklärte Theo Schnider, Verwaltungsratsmitglied der Bergbahnen Sörenberg, gegenüber unserer Zeitung, das Projekt müsse diese Grösse haben. Denn «ein Zwischending ist langfristig nicht zu vertreten». Nun präsentieren die Bergbahnen eine deutlich kleinere Lösung. Ein Widerspruch? «Wir sehen das aktuelle Projekt nicht als Zwischending, sondern als eine erste Etappe auf unserem Weg», erklärt Schnider heute. «Das neue Projekt ist eine pragmatische Lösung für die Verbindung des Skigebiets Rothorn mit Sörenberg Dorf.» Damit löse man das drängendste Problem der Bergbahnen: den Ersatz des Sessellifts Eisee, dessen Konzession Ende Jahr abläuft. Da eine weitere Verlängerung nicht mehr möglich ist, müsste der Skibetrieb beim Eisee ohne Neubau im nächsten Winter eingestellt werden. «Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir im Sommer mit dem Bau beginnen können», betont Schnider.

Finanzierung ist gesichert

Mit der neuen Beschneiung des Gebietes erhoffen sich die Bergbahnen zudem mehr Betriebs­tage – insbesondere dank eines früheren Saisonstarts. Schnider: «In den letzten drei Wintern hätten wir von der Beschneiung sehr stark profitieren können. Das Skigebiet Rothorn ist für Sörenberg von strategischer Bedeutung.»

Ein weiterer Vorteil des neuen, redimensionierten Projekts: Die Finanzierung der Investition von rund 11 Millionen Franken ist bereits gesichert. Diese erste Phase wird aus Eigenmitteln, dem zinslosen Darlehen von Bund und Kanton in der Höhe von 1,8 Millionen Franken und Bankdarlehen sichergestellt. Die Auslösung der Bürgschaft von 4,2 Millionen Franken erfolgt laut Schnider in einer weiteren Ausbauphase. Der Kantonsrat hatte das Geld im Dezember 2015 für den Zusammenschluss der Skigebiete Rothorn und Sörenberg gesprochen.

Von Naturschutzorganisationen – Pro Natura Luzern wird die Pläne noch studieren – hat Schnider noch keine negativen Reaktionen gehört. Diese erwarte er aber auch nicht: «Die Linienführung der neuen Vierer-Sesselbahn entspricht fast eins zu eins der bisherigen, ist also ein reiner Ersatzbau. Die Terrainarbeiten und Rodungen haben wir auf ein Minimum reduziert, und auch die Skiverbindung Ober Habchegg–Sörenberg Platz führt zu einem grossen Teil entlang der bestehenden Abfahrt der Langlaufloipe.»

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