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Tourismus: Hotelbetten in der Stadt Luzern sind besetzt

Die Kapazitäten der Hotels in der Stadt Luzern sind in den Sommermonaten zu 90 Prozent ausgeschöpft – und mehr geht nicht, sagt Luzern-Tourismus-Direktor Marcel Perren. In der übrigen Zentralschweiz dagegen besteht noch Luft nach oben.
Larissa Haas
Touristen am Vierwaldstättersee beim Schwanenplatz in Luzern. Bild: Dominik Wunderli, 10. Juli 2018

Touristen am Vierwaldstättersee beim Schwanenplatz in Luzern. Bild: Dominik Wunderli, 10. Juli 2018

Wer in den letzten Tagen beim Schwanenplatz am Seeufer entlang spazierte, dem dürfte ein Anblick kaum entgangen sein: Die Touristen sind in Scharen unterwegs. Sie liebäugeln mit Uhren im Schaufenster, posieren lächelnd vor der Kapellbrücke und ergötzen sich am Anblick der altehrwürdigen Dampfer im Vierwaldstättersee. Sie hat wieder begonnen, die Feriensaison, in der nicht nur wir Schweizer ins Ausland reisen, sondern auch immer mehr Ausländer die Zentralschweiz entdecken.

Von Mai bis September transformiert sich die Stadt Luzern wieder zur Touristenhochburg, dies zeigen auch die neusten Zahlen von Luzern Tourismus: Mit 465 757 Logiernächten von Januar bis Mai war die Auslastung der Hotels in der Stadt Luzern im Vergleich zur gleichen Zeitspanne im letzten Jahr um satte 4 Prozent gestiegen. 2017 stieg die Zahl der Logiernächte in der Stadt Luzern um 5,8 Prozent auf den Höchstwert von 1,34 Millionen. Doch nicht nur die Stadt Luzern wird immer beliebter, sondern auch die Tourismusregion Zentralschweiz, zu der neben Luzern auch Ob- und Nidwalden, Schwyz und Uri gehören, boomt. Die Zunahme lag im letzten Jahr bei 3,6 Prozent. Somit verzeichnete die ganze Zentralschweiz 3,65 Millionen Logiernächte (siehe Grafik).

Marcel Perren, Direktor von Luzern Tourismus, zeigt sich mit diesem Trend zufrieden. Doch die Kapazitäten der Hotelbetten seien noch nicht überall komplett ausgeschöpft: «Die Hotellerie in den Städten hat sich gut entwickelt und erreicht mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 70 Prozent eine sehr gute Quote. Doch die gesamte Tourismusregion Vierwaldstättersee erreicht diesen Wert nicht annähernd.»

Investitionen in den USA zahlen sich aus

Bruno Fanchini, Direktor des City Hotels in Brunnen, kann dies bestätigen. Er sieht Luft nach oben, die Zahl der Logiernächte hinke, verglichen mit derjenigen des letzten Jahres hinterher. Dabei hofft er vor allem auf eine bestimmte Gruppe von Touristen: «Wir leben quasi von Gruppenreisenden. Und nur dank der hohen Zahl von asiatischen Gästen können wir überleben», sagt er.

Es sind in der Tat vor allem asiatische Touristen, die Gefallen an der Region rund um den Vierwaldstättersee finden. So hatten sie 2017 nämlich 905000 Betten in den Hotels in der Tourismusregion Vierwaldstättersee belegt. Das ist rund ein Viertel aller Touristen in der Zentralschweiz. Fast die Hälfte der asiatischen Gäste waren Chinesen, ebenfalls einen Löwenanteil machten Touristen aus Indien aus.

Doch die Region rund um den Vierwaldstättersee gehört nicht nur im asiatischen Raum zu den Lieblingsdestinationen. Auch bei Touristen aus den USA ist die Zentralschweiz hoch im Kurs. Sie haben 2017 rund 10 Prozent aller gebuchten Hotelbetten belegt – Tendenz steigend. Dieser Trend überrascht Perren nicht, im Gegenteil. Luzern Tourismus habe in den letzten Jahren gezielt in den amerikanischen und kanadischen Tourismusmarkt investiert, etwa mit Fernsehprojekten oder in den sozialen Medien: «Wir haben das Potenzial in dieser Region gesehen und uns dort inzwischen als Tourismusmarke etabliert», sagt Perren.

Zunahme in Luzern 2018 wohl nur noch minim

Bürgenstock, Rigi, Pilatus und Co. sind bei den Touristen zwar beliebter denn je, an die Rekorde der letzten Jahre könne man laut Prognosen des Bundesamtes für Statistik heuer allerdings nicht anschliessen. «Wir erwarten in der Stadt Luzern eine Zunahme von etwa 1 bis maximal 2 Prozent. Ein höheres Wachstum wäre unrealistisch», sagt Perren. Grund dafür sind aber nicht die Touristen, die sich am Löwendenkmal und der Kapellbrücke allmählich sattgesehen haben. Viel mehr liegt die Ursache in der zeitweise fast schon fabelhaften Auslastung der Hotelbetten in der Stadt Luzern. So könne man in Spitzenzeiten, also in den Sommermonaten zwischen Juni bis September, eine Auslastung von bis zu 90 Prozent verzeichnen. «Die Kapazitäten sind damit ausgeschöpft – mehr geht nicht», sagt Perren.

Diese Entwicklung zeigt: Luzern wird seinem Ruf als Touristenstadt definitiv gerecht. So gibt es nämlich schweizweit keine andere Stadt, die im Monat Mai mehr Touristen beherbergte, als sie Einwohner hat. Oder anders formuliert: Pro Luzerner sind im letzten Mai eineinhalb Touristen in einem Hotel eingekehrt.

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