TOURISMUS: Neues Verkehrsregime wird nun umgesetzt

Am Schwanen- und am Löwenplatz in der Stadt Luzern tritt am 1. Mai für Touristencars das geplante Parkverbot zu Stosszeiten in Kraft. Mit dem zweijährigen Pilotprojekt will der Stadtrat die Verkehrssituation an den beliebten Touristenplätzen entschärfen.

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Ab dem 1. Mai dürfen Cars am Schwanenplatz in Luzern nicht mehr parkieren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ab dem 1. Mai dürfen Cars am Schwanenplatz in Luzern nicht mehr parkieren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Einschränkungen gelten jeweils vom 1. Mai bis zum 31. Oktober. Reisebusse dürfen in der Zeit von 17 bis 20 Uhr den Schwanenplatz nur noch zum Aussteigenlassen anfahren, auf dem Car-Parkplatz am Löwenplatz ist von 16 bis 20 Uhr das Parkieren untersagt. Er darf nur für das Ein- und Aussteigenlassen verwendet werden.

Die Parkplätze für Cars auf dem Luzerner Schwanenplatz sind unter anderem wegen ihrer Nähe zu den Uhrengeschäften bei Reisegruppen äusserst beliebt. Doch die Platzverhältnisse sind eng und das Verkehrsaufkommen hoch. Nicht selten kam es zu gefährlichen Situationen.

Touristen müssen laufen

Eine Arbeitsgruppe Cartourismus Luzern wurde Ende Juni 2014 von Luzern Tourismus in Absprache mit dem Stadtrat beauftragt, Massnahmen vorzuschlagen. Mit diesen sollen kurz- und mittelfristig eine Entschärfung der Verkehrssituation am Schwanenplatz erzielt werden.

Am Schwanenplatz dürfen Touristen jederzeit aussteigen. Von 17 bis 20 Uhr ist allerdings das Einsteigen dort nicht mehr gestattet. Sie müssen dann beispielsweise zum rund 600 Meter entfernten Löwenplatz laufen. Dort ist ein Ein- und Ausstieg jederzeit möglich. Das Parkieren allerdings ist auch am Löwenplatz zwischen 16 und 20 Uhr nicht mehr gestattet.

Parkierungsmöglichkeiten für Touristencars gibt es neben dem Löwenplatz beim Kasernenplatz, beim Inseli neben dem Bahnhof und etwas weniger zentral im Gebiet Alpenquai und beim Verkehrshaus.

Neue Sitzgelegenheiten für wartende Gäste

Auf dem Löwenplatz will die Stadt wartenden Gästen zusätzliche Sitzgelegenheiten schaffen. Dafür sollen ein Car- und einige der gedeckten Moto-Parkplätze aufgehoben werden. Zudem wollen die Behörden noch in diesem Jahr die Fussgängerquerungen im Raum Zürichstrasse-Alpenstrasse verbessern.

Parkwächter achten am Schwanen- und am Löwenplatz auf die Sicherheit und schauen dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 500‘000 Franken pro Jahr. Seit Anfang 2014 werden die Parkwächter durch die Besitzer der angrenzenden Ladengeschäfte finanziert. (sda)