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TOURISMUS: Politiker sehen Konzentration der Touristenströme in Luzern positiv

Die Auswirkungen des Tourismus auf die Stadt Luzern sind nicht alarmierend, die Konzentration der Besucherströme sei erstrebenswert: Dies ist der Tenor einer Podiumsdiskussion von Luzerner Tourismusorganisationen am Mittwochabend.
Touristen fotografieren sich vor der Kapellbrücke in Luzern. (Bild Pius Amrein)

Touristen fotografieren sich vor der Kapellbrücke in Luzern. (Bild Pius Amrein)

1,2 Millionen Logiernächte und 8 Millionen Tagesgäste zählt die Stadt Luzern jährlich - bis 2030 könnten es laut Schätzungen 1,6 Millionen Logiernächte und 12 bis 14 Millionen Tagesgäste sein. Vor diesem Hintergrund diskutierten fünf Podiumsteilnehmer darüber, welchen Tourismus Luzern wolle.

Einig waren sie sich, dass der Tourismus auf die Akzeptanz der Wohnbevölkerung angewiesen ist. Dies sei - entgegen jüngster Medienberichte - noch der Fall. Tourismusdirektor Marcel Perren sagte etwa, negative Rückmeldungen wegen der Zahl der Touristen habe er eher im Jahr 2015 gehabt als in dieser Saison. Berichte aus Dubrovnik oder Barcelona hätten heuer allenfalls die öffentliche Wahrnehmung geprägt.

Christian Hochstrasser, Grossstadtrat der Grünen, pflichtete bei, wenn er sagte, die Lage sei nicht alarmierend. Zudem erachte er die Konzentration von Reisenden am Schwanenplatz und in der Altstadt grundsätzlich als positiv. Somit würden nämlich andere Stadtteile weniger belastet. Auch Stadträtin Franziska Bitzi Staub sagte, es sei ihr lieber, die Touristenströme seinen konzentriert als verteilt, dann könne man sie besser steuern.

Massnahmen zur Begrenzung der Zahl der Besucher seitens der Politik seien derzeit nicht angedacht. "Es gibt noch andere Möglichkeiten, bevor man Touristen und Cars aus der Stadt fernhalten muss", sagte Bitzi Staub und erwähnte etwa das Slotmanagement von Parkmöglichkeiten.

Klumpenrisiko durch Gäste aus Asien

Verbesserungsmöglichkeiten habe der Luzerner Tourismus bei der Vermarktung der ganzen Region um den See, sodass die Gäste länger bleiben würden, sagte Tourismusdirektor Perren. Auch gelte es, die Wintermonate besser auszulasten, etwa mit Kongressen. Er gab diesbezüglich zu Bedenken, dass das KKL Luzern zwar mit seinem Konzertsaal weltweit top, der Kongressbereich im Haus hingegen im internationalen Vergleich eher untere Klasse sei.

Angesprochen auf ein mögliches Klumpenrisiko durch Gäste aus Asien, hielt Perren fest, dass man in 20 Märkten aktiv und damit breit aufgestellt sei. Mit einem anderen Klumpenrisiko setzte sich Podiumsteilnehmer Guido Zumbühl auseinander: Als CEO des Uhrenhauses Bucherer befasse er sich mit Szenarien, wenn gewisse Kundensegmente plötzlich wegbleiben würden. Heilig seien seinem Geschäft daher die liquiden Mittel: "Wir haben keine Fremdschulden", sagte Zumbühl.

Die Eröffnung des Bürgenstock Ressort sahen die Diskutierenden mehrheitlich positiv für Luzern. Auch Barbara Kopp Döös, Miteigentümerin des Hotels Hermitage, erachtete die neuen Hotels nicht als Konkurrenz sondern als Belebung für die Region. (sda)

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