TOURISMUS: Sörenberg: Hapimag streicht die Sommerferien

Schlag für den Sörenberger Sommertou­rismus: Hapimag kippt sein Sommerangebot. Der Biosphäre droht ein Loch von 15'000 Übernachtungen.

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Ein Gast aus Deutschland sitzt vor dem Hapimag-Resort in Sörenberg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein Gast aus Deutschland sitzt vor dem Hapimag-Resort in Sörenberg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Entscheid traf die Behörden und Tourismusverantwortlichen von Flühli-Sörenberg unvorbereitet: «Wir wurden am letzten Dienstag mündlich darüber orientiert, dass Hapimag sein Resort mit 74 Appartements in Sörenberg aus dem Sommerkatalog streicht, und zwar bereits ab 2009», bestätigt Tourismusdirektor Bruno Fläcklin einen Bericht des «Entlebucher Anzeigers».

«Sörenberg ist im Sommer bei unseren Aktionären nicht sehr beliebt. Die Auslastung ist mit 30 bis 40 Prozent schlecht, der Betrieb seit Jahren defizitär», begründet Hapimag-Chef Kurt Scholl diesen «unternehmerischen Entscheid». Im Winter laufe es besser. «Wir behalten Sörenberg als Winterresort.»

Fast ein Drittel Ausfall
Das vorab als Winterdestination bekannte Sörenberg kämpft seit Jahren für mehr Gäste im Sommer. Der Entscheid von Hapimag tue weh, zumal es bisher dafür überhaupt keine Signale gegeben habe. «Es ist ein Rückschlag für unseren Sommertourismus», sagt Bruno Fläcklin. Der Direktor rechnet mit einem Ausfall von 15'000 Übernachtungen, wenn die Hapimag-Gäste ausbleiben. Das sind rund ein Drittel der insgesamt gut 40'000 Sommerlogiernächte. Alleine bei den Kurtaxen würde dies laut Fläcklin Einbussen von gegen 50'000 Franken ausmachen. «Aber auch die Bergbahnen, die Läden und die Gastronomie leiden darunter, wenn es nicht gelingt, die fehlenden Gäste über andere Kanäle nach Sörenberg zu holen.»

Resort bleibt im Sommer offen
Hierzu will die Hapimag Hand bieten, wie Kurt Scholl erklärt. Das Ferienresort Sörenberg werde im Sommer weiterhin offen bleiben. Statt die Ferienwohnungen wie bisher den Hapimag-Aktionären mietfrei anzubieten, sollen sie künftig über andere Kanäle belegt werden.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.