TOURISMUS: Zahnradbahn auf den Pilatus soll saniert werden

Die Pilatus Bahnen AG investiert weiter: Nachdem die Betreiber eine neue Seilbahn gebaut haben, wollen sie jetzt die Zahnradbahn modernisieren.

Kilian Küttel
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Die Pilatus-Zahnradbahn kurz vor der Bergstation. (Bild: Keystone)

Die Pilatus-Zahnradbahn kurz vor der Bergstation. (Bild: Keystone)

Sie sind in die Jahre gekommen: Die Triebwagen, die Passagiere auf den Pilatus befördern, stammen aus dem Jahr 1937 – dem Jahr, als die Strecke elektrifiziert wurde. Darum reagiert die Pilatus Bahnen AG: «Mittelfristig planen wir eine Neukonzipierung der Zahnradbahn», sagt Geschäftsführer Godi Koch auf Anfrage unserer Zeitung. Wie das Projekt genau aussehen soll, ist offen. Die Planung sei noch ganz am Anfang: «Stand jetzt sieht es aber so aus, als ob wir nicht die ganze Strecke neu erstellen, sondern neue Triebwagen anschaffen werden.» So der Plan. Doch es kann auch anders kommen. Derzeit sei nämlich unklar, wie sich neue Triebwagen auf die übrige Infrastruktur auswirken würden – also auch auf die Gleise: «Es kann unter Umständen sein, dass wir Teile der Strecke erneuern müssen», erklärt Koch.

Die Pilatus-Bahnen investieren also. Erneut. Im letzten Jahr weihte das Unternehmen bereits die Luftseilbahn Dragon Ride ein. Kostenpunkt für das Projekt: 18 Millionen Franken. Die neue Bahn führt von der Fräkmüntegg auf den Pilatus-Kulm. Ein Blick in die Zahlen von 2015 verrät: Die Investition hat sich offenbar gelohnt. Zwischen Mai und Juli absolvierte der Dragon Ride fast 220 000 Fahrten. Im Vorjahr – damals noch mit der alten Bahn – waren es 20 Prozent weniger.

Rekord wohl knapp verfehlt

Am Luzerner Hausberg war das letzte Jahr allgemein top: Von Januar bis Dezember fuhren rund 688 000 Passagiere auf den Pilatus – so viele wie noch nie. Dieses Jahr werden es wohl weniger sein: «Wir sollten zwar in die Nähe der Rekordzahl kommen, aber ein wenig darunter liegen», so Koch. Bis Ende Oktober verzeichneten die Betreiber 614 000 Besucher. Damit liege man umsatzmässig zwar etwa fünf Prozent über dem Vorjahresoktober. «Aber damals bescherten uns der November und der Dezember tolles Spätherbstwetter», sagt Koch. Das sei der Hauptgrund für das starke Abschneiden gewesen.

Auch wenn der Rekord 2016 nicht fällt – auf dem Pilatus sind sie zufrieden: «Die Monate Juli, August und September waren sehr gut ausgelastet», so Koch. Das sei in erster Linie dem guten Wetter zu verdanken, weshalb der verregnete Juni nicht so sehr ins Gewicht falle. «Die heurige Saison liegt sicher über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.»

Seilbahn ab Wochenende wieder in Betrieb

Laut Geschäftsführer Koch stammte etwa die Hälfte der 614 000 Besucher aus der Schweiz. Das entspreche der Firmen-Strategie: «Für uns ist der hiesige Markt der Wichtigste.» Am zweithäufigsten besuchten Leute aus dem asiatischen Raum den Pilatus – mit der Zahnrad- oder mit der Luftseilbahn. Auf Letztere müssen die Besucher im Moment verzichten: Die Gondelbahn von Kriens zur Fräkmüntegg und der Dragon Ride sind noch bis morgen Freitag in Revision. Die Zahnradbahn fährt derweil bis zum 20. November – also auch während des Christchindlimarktes, der vom 18. bis zum 20. November auf dem Pilatus veranstaltet wird. Danach geht sie in die Winterpause.

Kilian Küttel