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TRADITION: Alpabfahrt: Entlebuch erwartet 10'000 Besucher

Wenn sich am Samstag Älpler mit 250 Tieren auf den Weg ins Tal machen, warten Tausende in Schüpfheim auf sie. Der riesige Besucheraufmarsch macht Anpassungen in der Organisation nötig.
Susanne Balli
Alpabfahrt im Entlebuch: Festlich geschmückte Kühe ziehen durchs Dorf. (Symbolbild) (Bild: PD)

Alpabfahrt im Entlebuch: Festlich geschmückte Kühe ziehen durchs Dorf. (Symbolbild) (Bild: PD)

Am Samstag, 23. September, ist es wieder so weit. Sieben Älplerfamilien machen sich mit über 250 prächtig geschmückten Tieren auf den Weg ins Tal. Die Entlebucher Alpabfahrt findet heuer zum 14. Mal statt. Der Anlass wurde 2004 das erste Mal durchgeführt – mit sechs Älplerfamilien, ein paar wenigen Marktständen und rund 500 Besuchern. Doch in den letzten Jahren hat sich die Entlebucher Alpabfahrt in Schüpfheim zu einem Grossanlass mit mehr als 10000 Besuchern gemausert und kann sich heute zu den grössten Alpabfahrten der Schweiz zählen. In Schüpfheim wurde der Anlass zu einem Strassenfest, wo morgen 26 Marktstände, 27 Beizli und Imbissstände sowie zahlreiche Folklorebeiträge auf die Besucher warten (siehe Kasten).

Die Grösse des Events war schliesslich auch ausschlaggebend für die Gründung des Vereins Entlebucher Alpabfahrt Schüpfheim, der den Zweck hat, sich um die Organisation zu kümmern. Die letzte Ausgabe ist noch durch den Verein Schüpfheim Tourismus und den alpwirtschaftlichen Verein des Kantons Luzern auf die Beine gestellt worden. Heuer ist also die Premiere für den neuen Verein, in dem alle sieben beteiligten Älplerfamilien als sogenannter Rat der Älpler die tragende Rolle spielen. OK-Präsident Bruno Hafner sagt: «Durch den neuen Verein können wir die Alpabfahrt schlanker organisieren, die Älpler stehen weiterhin im Mittelpunkt und haben grosses Mitspracherecht.»

Zusammenarbeit mit Spital und Polizei

Eine neue Organisation habe sich aufgedrängt, da die Alpabfahrt von Jahr zu Jahr immer grösser geworden sei. «Wir müssen uns vermehrt auch mit Fragen der Sicherheit und der Haftung befassen», sagt Hafner. So habe man für dieses Jahr den Bereich der Sanität aufgestockt, und es sei erstmals ein Rettungswagen des Luzerner Kantonsspitals vor Ort. «Die grösste Herausforderung ist die Bewältigung der Besucherströme während einer relativ kurzen Zeitspanne», erklärt Hafner. Bereits im Frühjahr habe man sich das erste Mal mit der Luzerner Polizei zusammengesetzt. Die Strasse durch Schüpfheim wird auch heuer wieder zwischen 10 und 16.30 Uhr verkehrsfrei gehalten. Trotz der Dimension, welche die Entlebucher Alpabfahrt angenommen hat, sagt der OK-Präsident: «Kultur und Brauchtum sollen im Vordergrund stehen und nicht der Kommerz. Wir wollen auch kein zweites Jodlerfest sein.» Doch warum zieht der Alpabzug weit über die Region hinaus ein so grosses Publikum an? Hafner: «Ich stelle fest, dass immer mehr junge Leute zu den Wurzeln und der Folklore zurückkommen. Die Besucher schätzen die Tradition.»

Für die sieben beteiligten Älplerfamilien bedeute der Alpabzug eine riesige Vorbereitungsarbeit, die bereits viele Tage vor dem Anlass beginne. Das Schmücken der Tiere mit frischen Blumen erfolge in aufwendiger Handarbeit. «Für die Älpler selber ist der Einzug ins Dorf vor so vielen tausend Leuten ein unbeschreibliches Gefühl und eine grosse Wertschätzung.»

Heuer können die Älplerfamilien laut Hafner auf einen schönen und sehr guten Sommer zurückblicken. Aber jetzt – mit den kühleren Temperaturen – sei es Zeit, die Alpen zu verlassen. Die Wege seien zwar nicht unbedingt gefährlich, aber zum Teil sehr lang. «Das Wichtigste ist für mich, dass die Älpler mit ihren Familien und Tieren gesund zu Hause ankommen.»

Susanne Balli

susanne.balli@luzernerzeitung.ch

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