Traumwetter lockt die Zentralschweizer in die Berge

Am Wochenende hat das sonnige Wetter wieder viele Zentralschweizer in die Berge gelockt. Die Ausflugsgebiete freuen sich über die vielen Besucher, unter denen auch vermehrt Junge anzutreffen sind.

Sandro Renggli
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Das sonnige Wetter am Wochenende hat viele Zentralschweizer in die Berge gelockt.

Das sonnige Wetter am Wochenende hat viele Zentralschweizer in die Berge gelockt.

Pius Amrein (Rigi, 11. Oktober 2020)

Der November hat uns bisher schon einige sonnige Wochenenden beschert. Auch in den vergangenen Tagen konnten sich die Zentralschweizer Bergbahnen über viele Wanderer, Biker und sonstige Ausflügler freuen.

«Die Schweizer nützen das schöne Wetter aus», bestätigt Stefan Auf der Maur vom Gästeservice der Rigi. Am Samstag hätten etwa 3500 Menschen die «Königin der Berge» besucht. «Die Zahlen halten sich mit den letzten Wochenenden ungefähr die Waage», so Auf der Maur. «Gerade in diesen Zeiten freuen wir uns natürlich über unsere Schweizer Gäste.» Wegen der Coronapandemie fehlen die Gäste des internationalen Tourismus.

November bringt nach durchzogenem Oktober Erholung

Auch bei den Sportbahnen Marbachegg im Entlebuch kann man positiv auf das vergangene Wochenende zurückblicken. Obwohl der Betrieb in der Zwischensaison reduziert stattfindet, habe man am Samstag und Sonntag etwa 3600 Bergfahrten verzeichnen können. Auch Biker haben das Angebot rege genutzt, mehr als 200 Karten wurden allein am Sonntag verkauft. «Besonders der Clientis Flowtrail ist beliebt», erklärt Franz Zihlmann von den Sportbahnen. «So können wir uns erholen vom eher durchzogenen Oktober. Wir spüren, dass die Leute bei schönem Wetter raus wollen», so Zihlmann.

Am Wetter gibt es überhaupt nichts zu mäkeln.
16 Bilder
Über dem Nebel auf dem Bürgenstock.
Panoramablick von der Rigi-Südflanke unterhalb Romiti/Felsentor Richtung Voralpen, Bürgenstock und Pilatus.
Ein neuer prächtiger Novembertag erwacht.
Wie ein Spiegel liegt der Herzlisee vor dem Panorama der Berge.
Traumhafter Sonnenaufgang mit Blick auf die Berge und den Vierwaldstättersee.
Traumhafter Sonnenaufgang über der Naturlandschaft.
Sonnenuntergang über Luzern.
Bilderbuchwetter auf dem Fronalstock.
Ein Waldspaziergang in der Novembersonne im Bireggwald.
Morgenstimmung auf dem Rastenmoos.
Morgenstunden im Rastenmoos.
Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Bäume ihr weisses Winterkleid erhalten?
Traumhaft schöne Aussicht auf See und Berge vom Guberengrat aus.
Wunderbares Herbstwetter an der Seepromenade des Vierwaldstättersees.
Wunderbares Herbstwetter an der Seepromenade des Vierwaldstättersees.

Am Wetter gibt es überhaupt nichts zu mäkeln.

Bild: Stefan Kunz (Meggen, 14. November 2020)

Wandern gerade bei Jungen wieder beliebt

Diesen Eindruck bestätigt Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn im Kanton Nidwalden: «Der November hat uns bisher verwöhnt mit dem Wetter. Wir sind sehr dankbar für die vielen Besucher.» Auch auf dem Stanserhorn habe man den verhaltenen Oktober durch die sonnigen Wochen wieder gut machen können. Rund 2350 Menschen haben am Wochenende das Stanserhorn besucht. «Besonders beeindruckend ist», erklärt Balsiger, «dass am Samstag rund 150 Talfahrten mehr als Bergfahrten gelöst wurden. Es sind also viele Wanderer unterwegs.»

Überhaupt habe es noch nie so viele Wanderer wie dieses Jahr gegeben. «Wir stellen erfreut fest, dass gerade junge Menschen wieder vermehrt wandern», so Balsiger. Bei den 20- bis 30-Jährigen werde die Aktivität wieder zum Trend. «Wandern ist wieder cool!»

Auch die kommenden Wochen sind vielversprechend, was das Wetter anbelangt. «Schon übernächste Woche können wir wieder viel Sonnenschein erwarten», freut sich Balsiger. Saisonende auf dem Stanserhorn wäre eigentlich am 29. November.

«Wenn das Wetter mitspielt, entscheiden wir uns aber für eine spontane Saisonverlängerung in den Dezember hinein.»

Besucher halten sich an Coronaregeln

Übrigens: Sicherheitsbedenken bezüglich den Coronavorschriften hat man bei den Ausflugszielen in den Bergen trotz vieler Besucher keine. «Die Schutzkonzepte werden eingehalten», bestätigt Jürg Balsiger. Man lehne sich dabei an den öffentlichen Verkehr an, in den Bahnen gilt also Maskenpflicht. «Zudem frequentieren unsere Bahnen etwas regelmässiger als normalerweise, damit sie weniger voll sind.»

Auch auf der Rigi gab es bisher keine Probleme: «die Besucher halten sich an die Regeln», so Stefan Auf der Maur. In den Bahnen herrscht auch hier Maskenpflicht. «Ausserdem dauern die Fahrten ja nicht lang.»