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Trickbetrug: Banken sind die Hände gebunden

Die Opfer von falschen Polizisten haben auf der Bank mehrere tausend Franken abgehoben – und diese dann an die Betrüger verloren. Die Bank hat in keinem Fall kritisch nachgefragt, wozu dieser hohe Betrag gebraucht wird. Nachfragen hätten aber eine Auszahlung verhindern können, sagt ein Experte.
Yasmin Kunz
Gestellte Szene: Ein Trickbetrüger vor einer Haustüre. (Bild: Stefan Kaiser)

Gestellte Szene: Ein Trickbetrüger vor einer Haustüre. (Bild: Stefan Kaiser)

Immer wieder geben sich Betrüger als falsche Polizisten aus. Opfer, die auf solche Betrüger reingefallen sind, haben mehrere tausend Franken von ihrem Bankkonto geholt. Auf keiner Bank hat man sich erkundigt, wozu sie so viel Bargeld brauchen. Inwiefern können Bankangestellte am Schalter in einer verdächtigen Situation überhaupt eingreifen?

Daniel von Arx, Sprecher der Luzerner Kantonalbank, erklärt: «Die Schalter-Mitarbeitenden bei uns sind sensibilisiert auf Enkel- oder falsche Polizisten-Tricks. Sie werden diesbezüglich geschult.» Gebe es Indizien, dass ein solcher Fall vorliege, fragen Angestellte in der Regel nach, wofür das Geld gebraucht wird, oder sie bieten an, das Geld auf ein anderes Konto zu überweisen, damit der Kunde nicht so viel Bargeld bei sich tragen muss. «Letztlich entscheidet jedoch der Kunde. Wenn er das Geld unbedingt bar haben will, können wir ihn nicht daran hindern.» Ohne Einverständnis des Kunden ist es Bankangestellten aufgrund des Bankkundengeheimnisses nicht erlaubt, die Polizei zu verständigen.

Gemäss Daniel von Arx sei es Mitarbeitern der Luzerner Kantonalbank in den letzten Jahren «mehr als einmal gelungen, mit gezielten Fragen eine solche Auszahlung zu verhindern».

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