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TRIENGEN: Der Windpark fällt auf Feld 1 zurück

Die CKW beugen sich der Initiative, die zwischen Windrädern und Wohngebiet 700 Meter Abstand verlangt. Übrig bleibt so noch ein letzter möglicher Standort.
Evelyne Fischer
Bild: Quelle .CKW / Janina Noser

Bild: Quelle .CKW / Janina Noser

Evelyne Fischer

Die Forderung der Trienger Stimmbevölkerung war deutlich: Der Abstand zwischen Windrädern und Wohngebiet soll mindestens 700 Meter betragen. Diese Initiative hiessen 377 Stimmbürger an der Gemeindeversammlung Anfang Mai grossmehrheitlich gut. Aufgrund dieses «klaren Votums» will sich die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) der Initiative beugen. Dies, obwohl der Bund eine Distanz von 300 Metern erlauben würde. «Ein angepasstes Projekt muss den Mindestabstand von 700 Metern einhalten», sagt Paul Hürlimann, Leiter neue Energien, auf Anfrage.

Fuchshubel neuer Standort

Was die CKW im neusten Windpark-Newsletter kommunizieren, hat Konsequenzen für das 18-Millionen-Projekt auf der Kulmerauer Allmend: Dieser Standort ist vom Tisch. Nun ziehen die CKW Anlagen auf dem Fuchshubel in Betracht. Mit einer Windstärke von gut 5 Metern pro Sekunde ist der Standort dem bisherigen überlegen (siehe Grafik).

Um die kantonalen Bedingungen für einen Windpark zu erfüllen, sind drei Anlagen nötig. Daher wird nun geklärt, ob eine Anlage auf dem Fuchshubel zusammen mit den zwei geplanten im 2,6 Kilometer entfernten Kirchleerau AG einen Windpark bilden kann. Geprüft wird aber auch, ob der Fuchshubel allenfalls drei Anlagen zulassen würde. Und dies über Tannenwipfeln. Denn das Gebiet liegt mitten im Wald. Und gemäss dem geltenden Windenergie-Konzept des Kantons sind Windanlagen dort tabu. Doch Hürlimann sagt: «Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat letzten September bei der Revision des Waldgesetzes für den Bau von Windenergieanlagen im Wald ausgesprochen.» Dies gelte nun auch für das kantonale Gesetz.

Gemeinde besitzt Waldparzelle

Der Gemeinderat Triengen verfolgt die Planänderung aus der Distanz. «Dass die CKW dem geforderten Mindestabstand Rechnung tragen, ist ein unternehmerischer Entscheid, den ich nachvollziehen kann», sagt Gemeindepräsident Martin Ulrich. «Die CKW wollen das Projekt auf eine Schiene bringen, auf der sie am ehesten Erfolg haben könnten.» Zum Fuchshubel sagt Ulrich: «Die Idee beruht auf der Aussage, dass die Bevölkerung bei genügend Abstand nicht grundsätzlich gegen Windkraft ist. Deshalb hat der Gemeinderat nichts dagegen, dass man neue Standorte prüft.» Da eine der Waldparzellen im Besitz der Gemeinde Triengen ist, gehört sie zu den 30 potenziell betroffenen Grundeigentümern. Ob man auf dieser den Bau von Windanlagen unterstützen würde, kommentiert Ulrich nicht. Das Initiativkomitee war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Dass man nun wieder auf Feld 1 steht, nehmen die CKW gelassen. «Die Planung, Genehmigung und Inbetriebnahme solcher Projekte dauert in der Schweiz in der Regel fünf bis zehn Jahre», sagt Hürlimann. Ende August wollen sich die CKW erneut mit der Begleitgruppe treffen, zu der unter anderem Anwohner, Landbesitzer und Gemeindevertreter gehören.

Auf 2465 Meterrn über Meer dreht sich diese Windturbine im Windpark Gries in der Nähe des Nufenenpasses. (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

Auf 2465 Meterrn über Meer dreht sich diese Windturbine im Windpark Gries in der Nähe des Nufenenpasses. (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

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