TRIENGEN: Kruzifix-Gegner verlässt Schweiz

Der Kruzifix-Gegner David Schlesinger hat eine Morddrohung erhalten. Nun verlässt er das Land; damit nimmt der Konflikt ein Ende.

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Vor einigen Jahren an der Universität in Luzern. Ein Kruzifix im Treppenhaus beim Kopiergerät. Ob es dort noch hängt? (Fabian Biasio / Neue LZ) FOTO Fabian Biasio (Neue LZ)

Vor einigen Jahren an der Universität in Luzern. Ein Kruzifix im Treppenhaus beim Kopiergerät. Ob es dort noch hängt? (Fabian Biasio / Neue LZ) FOTO Fabian Biasio (Neue LZ)

Seit zwei Wochen sorgt das Luzerner Dorf Triengen für nationale Schlagzeilen. Nun hat sich im Kruzifix-Streit eine überraschende Wendung ergeben: David Schlesinger, der erbittert gegen Kruzifixe oder andere Kreuze in Triengens Schulzimmern kämpfte, verlässt die Schweiz. Dies, nachdem er Morddrohungen und viele andere E-Mails mit Beschimpfungen erhalten hat. Jetzt fürchtet er um die Sicherheit seiner Familie. «Wir sterben doch nicht für zwei Kruzifixe», sagte Schlesinger am Freitag der Neuen Luzerner Zeitung.

Der Frust sitzt bei dem Deutschen tief. Die Menschen, welche Drohungen gegen ihn ausgestossen haben, bezeichnet er als «Leute mit Hass in sich». Es seien «Menschen, die nicht verstehen, worum es geht, und gegen Ausländer agieren wollen».

Die offiziellen Vertreter der Gemeinde wollen die jüngsten Ereignisse nicht kommentieren. Mit der Abreise Schlesingers verschwindet wohl die Opposition gegen die Kruzifixe. Die Schulbehörden wollen darum an einer Sitzung besprechen, ob die Kruzifixe den Weg zurück ins Schulzimmer finden sollen.

sg

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.