Trockener Herbst erhöht Risiko für Waldbrände - Gefahrenstufe in Luzern erheblich

Wenig Niederschlag, viele Sonnentage: Diese Kombination führt zu anhaltender Trockenheit im Kanton Luzern. Darum wird die Waldbrandgefahr aktuell als erheblich eingestuft.

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Grillieren sollte man derzeit nur an offiziellen Feuerstellen. (Bild: pd)

Grillieren sollte man derzeit nur an offiziellen Feuerstellen. (Bild: pd)

Der Kanton Luzern ruft die Bevölkerung auf, das Feuern im Wald und in Waldesnähe möglichst zu unterlassen. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit. Der Waldboden ist – insbesondere im nördlichen Teil des Kantons – sehr trocken. Es bestehe deshalb die Gefahr, dass durch weggeworfene Rauchwaren, Funkenflug eines Grillfeuers oder Feuerwerkskörper, Brände entstehen können, teilte der Kanton am Freitag mit. Er stuft die Gefahr als erheblich ein. Dies entspricht der Stufe 3 von total 5 Gefahrenstufen.

Die Situation dürfte sich in absehbarer Zukunft nicht entschärfen, da in den kommenden Tage gemäss Meteoschweiz kein Niederschlag zu erwarten ist.

Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) wird zusammen mit den Zentralschweizer Kantonen die Situation weiter beobachten und Veränderungen der Gefahrenstufe mitteilen. Erst kürzlich haben auch die Kantone Uri und Nidwalden die Waldbrangefahr hochgestuft. (kuy)

Der Kanton Luzern empfiehlt folgende Verhaltensregeln:

  1. Feuer im Wald und im Freien möglichst unterlassen
  2. Keine brennenden Rauchwaren wegwerfen
  3. Feste Feuerstellen benutzen
  4. Bei starkem Wind kein Feuer entfachen
  5. Feuer nie unbeaufsichtigt lassen
  6. Feuer vor dem Weggehen immer löschen und sicherstellen, dass Feuer und Glut tatsächlich erloschen sind
  7. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern unterlassen

Nach Uri verschärft auch Nidwalden die Waldbrandgefahr

101 Sonnenstunden und nur 16 Liter pro Quadratmeter Regen gab es bisher im Oktober. Das schöne Herbstwetter hat nicht nur Positives. Die anhaltende Trockenheit und der Föhneinfluss macht den Wäldern zu schaffen. Immer mehr Zentralschweizer Kantone erhöhen deshalb die Gefahrenstufe.
Zéline Odermatt / Chiara Zgraggen