Trompetende Piraten entern den Umzug

Riesige Wagen, Plagegeister - und einiges kam Arabisch daher am Umzug in Altbüron.

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Die Tunnuschränzer Altbüron. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Tunnuschränzer Altbüron. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Ein gedrucktes Programm gibt es nicht, die einzelnen Gruppen können sich bis Umzugsbeginn um 14 Uhr spontan anmelden: Seit 53 Jahren organisieren die Sechs Gögs – ein loser Zusammenschluss von Gewerbetreibenden – die Altbüroner Fasnacht. Unterstützt von rund 130 Helfern, stellen sie jeweils einen Umzug zusammen, der seine Eigenheiten besitzt. Auffallend waren gestern die vielen riesigen Wagen, deren Bau wohl nur noch auf dem Land möglich ist – dank den mächtigen Scheunen als Einstellhallen. «Am besten gefallen haben mir ‹Made in China› des STV Altbüron mit dem gigantischen Drachen und der wegen Aschenregen stillgelegte Flughafen», meinte Doris Birrer aus Eich.

Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ
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Alt-Gogs und Gemeindepräsident Oswin Bättig amtete als Speaker. Er überliess es den einzelnen Nummern, sich gleich selber vorzustellen. Angeführt von der Gögs-Fahne, setzte sich der Umzug pünktlich in Bewegung, und die einzelnen Sujets wurden immer wieder aufgelockert von Guuggenmusigen unter anderem aus Pfaffnau, Neudorf, St. Urban, Zell und Ebersecken.

Aufgescheuchte Dioxin-Hühner

Schulkinder paradierten als grimmige Piraten. Dioxingeschädigte Hühner und Plooggeischter vom Totebode suchten unentwegt den Kontakt mit dem gutgelaunten Publikum.

Die Männerriege Altbüron sagte dem Littering auf originelle Weise den Kampf an, und die Burebuebe Hinterland propagierten den Hanfanbau. Der Männerchor glossierte die «abverheite» Ski-WM, und die Landjugend Hinterland gab Nachhilfeunterricht in Arabisch. Demgemäss heisst «Kuhstall» nämlich «Muuuh-Barak». Glossiert wurde auch das 200-jährige Oktoberfest mit den Lederhosen, Dirndl, Brezen und Leberkäs. Beschlossen wurde der gestrige Schmudo-Umzug traditionsgemäss vom mächtigen Elefanten der Elefantenzunft Roggliswil.

Nach anderthalb Stunden beendete ein gewaltiges Monsterkonzert unter der Leitung von Kari-Wisu den Nachmittag.

Anton A. Oetterli