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TROPENHAUS: Vielfältiger Wolhuser Dschungel

Gestern ist im Tropenhaus die neue Ausstellung eröffnet worden. Lehmhütte, Gorilla, Palaver – Afrika rückt für ein Jahr in den Fokus.
Stephan Santschi
Der neue Gorilla-Trail im Tropenhaus. (Bild: Nadia Schärli (Wolhusen, 30. März))

Der neue Gorilla-Trail im Tropenhaus. (Bild: Nadia Schärli (Wolhusen, 30. März))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«Jambo Afrika». Hallo Afrika. So heisst die neue Ausstellung im Tropenhaus, die Freitag feierlich eröffnet worden ist. Bis zum 25. Februar 2018 wird sich in Wolhusen vieles um den schwarzen Kontinent drehen. Wiederum ist es Künstler Andi Rieser, der das Thema an verschiedenen Posten aufgegriffen hat, diesmal acht an der Zahl. «Es soll für die Leute zu einem Erlebnis werden», sagt er und hält fest: «Einerseits bedienen wir Klischees, andererseits präsentieren wir auch zeitgenössische Kultur.»

Zur ersten Kategorie gehört die Lehmhütte, geschmückt mit religiösen Masken und einer Glühbirne, die Licht spendet. Oder der Gorilla-Trail, von dem aus man tatsächlich den Blick auf einen Menschenaffen werfen kann – wenn auch nur auf einen der künstlichen Sorte.

Neue Strategie bringt mehr Besucher

Fünf Kurzfilme, Marktprodukte zum Anfassen, Musikinstrumente zum Reinhören, ein authentisches Fotostudio und Tonbandaufnahmen von Afrika-Schweizern in verschiedenen Sprachen geben derweil Einblicke in ein Leben, «das durch eine enorme Vielfalt geprägt ist», wie Tropenhaus Geschäftsführer Pius Marti erklärt. Gerne hätte man auch den profunden Afrikakenner Al Imfeld für eine Lesung engagiert, doch der bei Ruswil aufgewachsene Priester, Autor und Schriftsteller ist im Februar im Alter von 82 Jahren in Zürich verstorben.

Vor einem Jahr hatte sich das Tropenhaus für eine Änderung der Strategie entschieden. Ins Zentrum der Sonderausstellung sollte fortan mehr Sinnliches rücken und nicht mehr in erster Linie das Vermitteln von Wissen. Zu dieser Massnahme sah man sich aufgrund rückläufiger Besucherzahlen veranlasst. Mit Erfolg, wie sich zeigt: Die eben zu Ende gegangene, einjährige Ausstellung zum Thema Karibik bescherte den Wolhusern wieder mehr Aufmerksamkeit – «wir konnten einen Anstieg um 18 Prozent auf 36 000 Besucher registrieren», freut sich Marti. «Auch in diesem Jahr möchten wir unsere Gäste wieder über die Emotionen abholen. Wer an mehr Wissen interessiert ist, findet dieses im Booklet, das wir abgeben.» So erfährt man beispielsweise mehr über den Nutzen des Kapokbaums oder über das Palaver – die afrikanische Kunst der Diskussion. Und man lernt, die 52 Staaten des Kontinents der richtigen Region zuzuordnen.

Wie immer wird das Ausstellungsprogramm durch Workshops (diesmal Tanzen/Trommeln und Afro-Tanz-Crashkurs) sowie spezielle Kultur-Events wie Konzerte abgerundet. Das Restaurant Mahoi bietet derweil einen Querschnitt durch die afrikanische Küche. Maître Marabu, der Freitag die ersten Gäste in der Lehmhütte empfing und ihnen seine hellseherischen Fähigkeiten anbot, äusserte sich mit Blick in die Zukunft schon mal ganz im Sinne der Aussteller: «Die Voraussetzungen sind da, dass alles bis zum Ende gut geht.»

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