Nach Absage des Kantonslagers 2020: Verband bleibt für Durchführung der Jubla-Lager optimistisch

Jungwacht Blauring Schweiz sowie die Kantonalverbände empfehlen, die Planungen für die Sommerlager weiterzuführen. Die Luzerner Scharen, welche das abgesagte Kantonslager besucht hätten, müssen nun umplanen.

Fabienne Mühlemann
Merken
Drucken
Teilen

Es sollte das Highlight des Jubla-Jahres werden, doch das Coronavirus hat dazwischengefunkt: Das Kantonslager 2020 (Kala), welches von der Jungwacht Blauring Kanton Luzern organisiert wurde, muss um ein Jahr verschoben werden. Die Sicherheit der Teilnehmenden bei einer Durchführung in diesem Sommer wäre nicht gewährleistet und das finanzielle Risiko zu gross, so die Begründung (wir berichteten).

Lagerdraht-Besuch beim Blauring Sarnen in ihrem Zeltlager in Obbürgen.

Lagerdraht-Besuch beim Blauring Sarnen in ihrem Zeltlager in Obbürgen.

Bild: Pius Amrein, 6. August 2018

Das Kala wäre nach 2010 zum zweiten Mal durchgeführt worden. Vom 6. bis 18. Juli hätten sich 59 Scharen aus dem Kanton Luzern in Rotkreuz zusammengefunden – etwa 4000 Kinder wurden erwartet. Dementsprechend enttäuscht zeigt sich das OK, welches den Entscheid am Dienstagabend nach einer letzten Lagebeurteilung aufgrund der Empfehlungen des Verbands Jungwacht Blauring Schweiz gefällt hat. «Das Projekt hat für uns alle grossen Wert. So kurz vor der Realisierung stieg die Vorfreude bereits ins Unermessliche», sagt Ramon Stalder, Co-Präsident des Kala 2020.

Man sei jedoch froh, könne man das Kala auf nächstes Jahr verschieben. So kämen auch keine grossen finanziellen Einbussen auf den Verband zu. «Die Planung wird um ein Jahr verlängert, weshalb das Gesamtprojekt wohl in kleinem Masse leicht teurer wird. Grundsätzlich können aber alle bereits bezahlten Materialien im Juli 2021 verwendet werden», sagt Stalder. Die einzelnen Scharen hätten für das Kala noch keine Ausgaben tätigen müssen. «Zudem haben die Landwirte und die Gemeinde Risch-Rotkreuz grünes Licht gegeben, so dass wir unsere Zelte in einem Jahr wie geplant aufschlagen dürfen», sagt Stalder. Das Motto und alle bisher geplanten Projekte würden für das nächste Jahr beibehalten.

Sommerlager sollen trotzdem stattfinden

Trotz Absage des Kala besteht für die einzelnen Scharen in diesem Sommer noch die Möglichkeit, selber ein Lager zu organisieren. Die Herausforderung besteht allerdings darin, dass momentan nicht klar ist, welche Bestimmungen zum Zeitpunkt der Lager gelten werden. Bei der Jubla ist man aber optimistisch: «Die Hoffnung, dass die Sommerlager durchgeführt werden können, ist da. Jungwacht Blauring Schweiz sowie die Kantonalverbände empfehlen, die Planungen für die Sommerlager weiterzuführen», heisst es auf der Webseite von Jungwacht Blauring Schweiz. Es sei jedoch sinnvoll, sich Alternativen und Anpassungen zu überlegen, falls die Lager nicht in gewohnter Form stattfinden können.

Alternativen werden geprüft

Viele Scharen, die am Kala 2020 teilgenommen hätten, müssen nun also umplanen. So auch der Blauring Willisau. Aktuell laufen Abklärungen, inwiefern die Durchführung eines Lagers noch möglich ist. «Wir müssten einen neuen Lagerplatz suchen und das ganze Programm umschreiben, welches auf das Kala abgestimmt war. Das wäre sehr zeitaufwendig», sagt Fabienne Dubach, Verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit des Blauring Willisau. Zusätzlich müsste Material wie zum Beispiel Bauholz organisiert werden, welches das Kala zur Verfügung gestellt hätte.

Die Jungwacht Blauring Kanton Luzern habe den Scharen verschiedene Vorschläge gemacht, in welcher Form ein Sommerlager trotz Absage des Kala durchgeführt werden könne – natürlich nur, wenn es die Massnahmen des Bundes zulassen. So sei allenfalls ein Lager in der Region oder in verkürzter Form für die Vereine möglich – oder eines im Herbst. Eine andere Möglichkeit seien diverse Tagesaktivitäten während der Zeit, in der das Sommerlager stattfinden würde. «Der Blauring Willisau prüft nun die verschiedenen Alternativen und wird später entscheiden, ob und in welcher Form ein Lager durchgeführt wird. Die Mitglieder werden benachrichtigt, sobald ein Entscheid gefallen ist», sagt Dubach.

Bis der Bund die Vorgaben lockert, sind keine Vereinsaktivitäten erlaubt. Damit den Kindern zu Hause nicht langweilig wird und trotz fehlenden Gruppenstunden etwas «Blauring-Feeling» genossen werden kann, veranstaltet der Blauring Willisau verschiedene Challenges über die Webseite oder Instagram. «Wir verschicken auch Rezepte oder Spielideen zum Ausprobieren an die Mädchen», sagt Dubach. Besprechungen mit dem Leiterteam werden über Whatsapp oder Skype erledigt. Das funktioniere zwar alles gut. «Trotzdem freue ich mich, wenn wir uns alle wieder zu lustigen Blauring-Stunden treffen können.»

Hinweis: Auf der Webseite der Jubla Schweiz www.jubla.ch finden Sie die wichtigsten Infos zu den Lagern.