Erfolgsquote bei Lehrabschlüssen im Kanton Luzern ist trotz Corona so hoch wie noch nie

Rund 4000 Jugendliche schlossen dieses Jahr ihre Lehre erfolgreich ab. Obwohl Corona Umstellungen beim Prüfungsmodus erforderte, wurde mit einer Erfolgsquote von 95,62 Prozent einer neuer Spitzenwert erreicht.

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(jus) In diesem Jahr bestanden im Kanton Luzern 3937 Lernende in 301 Berufen ihren Lehrabschluss. Die Zahl liegt fast gleich hoch wie im letzten Jahr, als 3934 Lernende erfolgreich waren. Höher als im Vorjahr ist dagegen die Erfolgsquote, die bei 95,62 Prozent (2019: 94,48 Prozent) liegt. Mit Blick auf die letzten 10 Jahre wurde damit ein neuer Spitzenwert erreicht.

Erfolgsquote bei Lehrabschlüssen im Kanton Luzern (in %)

2011201220132014201520162017201820192020Jahr92949698949495,6295,62

180 Lernende haben ihren Lehrabschluss dieses Jahr nicht bestanden. Die guten Resultate seien unter Berücksichtigung der herausfordernden und erschwerten Prüfungsbedingungen für die Lernenden umso höher zu werten, schreibt die Dienststelle Beruf- und Weiterbildung am Mittwochmorgen in einer Mitteilung.

Mehrheit der Lernenden hatte praktische Prüfung

Die Qualifikationsverfahren mussten aufgrund der Einschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus in angepasster Form durchgeführt werden. Die schriftliche Abschlussprüfungen fielen aus Gründen des Gesundheitsschutzes aus. An deren Stelle wurden die Notenschnitte aus den Berufsfachschulen gesetzt. Mehr als die Hälfte aller Luzerner Lernenden (2130) absolvierten jedoch die praktischen Schlussprüfungen. In denjenigen Berufsfeldern, in welchen keine praktische Arbeit durchgeführt werden konnte, wurden stattdessen valide, betriebliche Erfahrungsnoten beigezogen. Dies betraf beispielsweise den kaufmännischen Bereich und den Detailhandel.

In der Hotelleriebranche fanden die Lehrabschlussprüfungen trotz Corona statt.

In der Hotelleriebranche fanden die Lehrabschlussprüfungen trotz Corona statt.

Symbolbild: Nadia Schärli
(Oberkirch, 3. August)

Christoph Spöring, Leiter der Dienststelle Beruf und Weiterbildung, hält fest, dass der Berufsabschluss trotz Corona ein Qualitätsabschluss sei. In der Mitteilung wird er dazu wie folgt zitiert:

«Die Abschlüsse sind vergleichbar mit den Vorjahren, die Umsetzung der Vorgaben haben gegriffen und die Prüfungsmodalitäten waren fair und korrekt.»

Interesse an berufsbegleitender Berufsmatura sinkt

Dieses Jahr schlossen insgesamt 656 junge Berufsleute die Berufsmaturität erfolgreich ab, was einer Quote von 99 Prozent entspricht (2019: 98 %). Die Anzahl der Berufsmaturanden liegt insgesamt tiefer als in den Vorjahren: 2019 haben 688 und 2018 717 Jugendliche den Abschluss erreicht. Wie bei der beruflichen Grundbildung entfielen auch die schriftlichen Berufsmaturitätsprüfungen, stattdessen zählten die Erfahrungsnoten der vorhergehenden Semester.

Auch ältere Personen haben die Möglichkeit, einen Berufsabschluss nachzuholen. Laut der Dienststelle für Beruf und Weiterbildung zeigt sich dabei ein Aufwärtstrend bei der Bestehensquote: Dieses Jahr bestanden 90.83% (2019: 79.12 %) von ihnen die Prüfungen. Insgesamt 99 Erwachsene holten sich damit den Berufsabschluss.

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