Trotz geplantem Abriss: Luzerner Kantonsspital saniert sein Parkhaus

Obwohl die Anlage beim Luzerner Kantonsspital nicht mehr lange bestehen soll, wird sie derzeit aufgerüstet.

Sandra Monika Ziegler
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Das Besucherparkhaus des Kantonsspital Luzern wird saniert.

Das Besucherparkhaus des Kantonsspital Luzern wird saniert.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern 14. Januar 2020).

Das Besucherparkhaus des Luzerner Kantonsspital (Luks) wird derzeit saniert. Das wirft Fragen auf, denn die Anlage soll in wenigen Jahren rückgebaut werden. Stattdessen sollen in den Untergeschossen des geplanten Neubaus des Kinderspitals neue Parkplätze entstehen. Auf Nachfrage teilt das Luks mit, dass im Rahmen von Unterhaltsarbeiten das Notwendigste ausgeführt werde.

«Das war nötig, um das Besucherparkhaus auch in den nächsten Jahren sicher und in Einklang mit den Bauvorschriften weiter betreiben zu können», sagt Markus von Rotz von der Unternehmenskommunikation. Dies sei unverzichtbar und unvermeidbar. Zudem hätten die Stadtluzerner Behörden mehrere Auflagen zum Brand- und Lärmschutz gemacht, so von Rotz weiter. Er fügt an: «Ausserdem wird die Statik zur Erfüllung der Erdbebensicherheit verbessert und ebenfalls nachgerüstet.»

Auflagen der Stadt werden umgesetzt

Für die Arbeiten wurde ein maximaler Kredit von 4 Millionen Franken gesprochen. Wie viel die Sanierung letztendlich kosten wird, ist erst nach Abschluss der Arbeiten klar. Sind maximal 4 Millionen Franken nicht zu viel Geld für ein Parkhaus, das voraussichtlich noch fünf Jahre in Betrieb bleibt? Wurden keine Alternativen zur Sanierung geprüft?

Eine Alternative war nicht zu prüfen, da die Sanierung so geplant war, heisst es vom Luks. Denn mit der Baubewilligung für das 2018 eröffnete Mitarbeiter-Parkhaus machten die Behörden dem Luks gleichzeitig verschiedene Auflagen für das bisherige Parkhaus. Diese werden nun umgesetzt, damit der Betrieb aufrecht gehalten werden kann.

Die Sanierungen – mit Ausnahme der behördlichen Auflagen bezüglich des Brand- und Lärmschutzes – erfolgten im Rahmen des jährlichen Unterhalts. Arbeiten seien keine vernachlässigt worden, wie von Rotz weiter sagt. Das Mitarbeiter-Parkhaus, mit seinen 600 Plätzen wurde zur Entlastung des Besucherparkhauses und des Spitalareals erstellt.

Das alte Parkhaus an der Spitalstrasse wird wie erwähnt genutzt, bis die neuen Parkplätze in den Untergeschossen des Kinderspitals zur Verfügung stehen. Das wird voraussichtlich in fünf Jahren sein. Aktuell läuft dafür ein Projektwettbewerb. Bisher, so das Luks, sei man im Fahrplan.

Grosse Rochade auf dem Spitalareal geplant

Das neue Kinderspital ist nur die erste Etappe einer grossen baulichen Rochade, wie das Luks im Sommer bekannt gab. Bis 2025 sollen dieses und die neue Frauenklinik realisiert werden. Gerechnet wird mit Kosten von 170 bis 200 Millionen Franken. Beide Abteilungen sollen quasi Tür-an-Tür gebaut werden.

Längerfristig soll zudem das Bettenhochhaus ersetzt werden. Östlich davon will das Luks das neue Spitalzentrum realisieren. Die verschiedenen Bauten werden im Erd- und ersten Obergeschoss verbunden sein. Nach dem Abriss des Hochhauses soll die Fläche vorerst für Nachfolgeprojekte freigehalten werden, als Zwischennutzung ist ein Park vorgesehen.

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