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Trotz Herdenschutz: Wolf tötet in der Gemeinde Flühli ein Schaf

Im Gebiet Änggelauene/Fürstei in der Gemeinde Flühli wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Schaf gerissen. Nun werden die DNA-Proben ausgewertet.
Julian Spörri
Symbolbild eines Wolfs.

Symbolbild eines Wolfs.

Am Mittwochvormittag meldete ein Landwirt aus der Gemeinde Flühli der lokalen Wildhut, dass aus seiner Schafherde ein Tier gerissen worden ist. Dies bestätigt Daniel Schmid, Wildhüter des eidgenössischen Jagdbanngebietes Tannhorn, auf Anfrage. «Anhand des Rissbildes und der Verletzungen am Tier ist für mich klar, dass es ein Wolf war», sagt Schmid. Der Nacken des Schafes sei verbissen und die Flanken weisen Bisswunden auf.

Die betroffene Schafherde im Gebiet Änggelauene/Fürstei werde eigentlich von Herdenschutzhunden bewacht, sagt Schmid. Am Rand der Weide sei es dem Wolf in der Nacht auf Mittwoch offenbar trotzdem gelungen, ein Tier zu töten. Der Wolf konnte das erlegte Schaf aber nicht fressen, sondern hat dieses liegen gelassen. Dies steht wohl im Zusammenhang mit den Hunden, die auf den Vorfall aufmerksam geworden sind.

DNA-Proben werden ausgewertet

Welcher Wolf das Schaf gerissen hat, könne er derzeit nicht beurteilen, sagt Schmid. Der Wildhüter hat am Tier DNA-Proben genommen, die in den nächsten drei bis fünf Wochen ausgewertet werden. Doch auch dann liegt nicht zwangsläufig ein klares Ergebnis vor: «Es besteht die Möglichkeit, dass die Hunde am Schaf ihre DNA hinterlassen haben, womit die Zuordnung zu einem bestimmten Wolf verunmöglicht wird.»

Im betroffenen Gebiet in Flühli seien schon mehrere Jahre keine Wölfe mehr gesichtet worden, sagt Wildhüter Schmid. Im hinteren Teil der Gemeinde – im Gebiet Sörenberg – ist dies anders. Dort hat im Juli des vergangenen Jahres im Gebiet Tannhorn ein Wolf eine Hausziege getötet. Und im September 2018 fielen einer Wolfsattacke an der Südseite der Schrattenfluh sechs Schafe zum Opfer.

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