Trotz Hilfe für Senioren: Luzerner Studenten erhalten keine Punkte

Mit sogenannten Social Credits werden gewisse Studenten der Uni Luzern für den Einsatz bei verschiedenen Projekten belohnt. Wer in der Coronakrise Senioren hilft, geht leer aus.

Alexander von Däniken
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Bringen Studenten und Senioren zusammen (von links): Uni-Professor Walter Fellmann, Uni-Generalsekretär Wolfgang Schatz, Assistentin Franziska Fritsche und Fellmanns Tochter Martina vor dem Uni-Hauptgebäude in Luzern.

Bringen Studenten und Senioren zusammen (von links): Uni-Professor Walter Fellmann, Uni-Generalsekretär Wolfgang Schatz, Assistentin Franziska Fritsche und Fellmanns Tochter Martina vor dem Uni-Hauptgebäude in Luzern.

Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25. März 2020

Noch gilt Fernunterricht, auch im Kanton Luzern. Das bringt den Studenten der Universität Luzern zeitliche Freiheiten. Und diese wiederum können genutzt werden, um Seniorinnen und Senioren beim Einkaufen zu helfen oder ihnen zuzuhören. So etwa bei der Initiative «eine*r für alle und alle für eine*n» von Rechtsprofessor Walter Fellmann.

Nun wäre es für die teilnehmenden Studenten ideal, dabei auch etwas für ihr Studium zu tun. Konkret werden an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät sogenannte Social Credits vergeben. Und zwar dann, wenn die Studenten an verschiedenen Projekten mithelfen. Das kann ein Lektürekreis sein, die Leitung eines Tutorats, die studentische Vertretung in Gremien oder die Unterstützung eines wissenschaftlichen Projekts an der Fakultät.

Für die Mithilfe bei Walter Fellmanns Initiative gibt es aber keine Social Credits, wie Lukas Portmann, Kommunikationsbeauftragter der Uni, auf Anfrage mitteilt. Der Bezug zur Universität Luzern fehle, diesen verlange aber das entsprechende Reglement der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Zudem gebe es Social Credits oder «Credits für Sozialkompetenz» nur an der Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät. «Die anderen Fakultäten kennen dies nicht.» Unabhängig davon wird die Initiative rege genutzt, wie Fellmann auf Anfrage erklärt. Und zwar von Senioren wie von Studenten.

Plattform haftet nicht bei Firmenkonkursen 

Eine weitere private Initiative, über die unsere Zeitung berichtet hat, ist die Plattform www.wir-sind-luzern.ch. Hier bieten über 100 Stadtluzerner Geschäfte Gutscheine an. Über 500 Gutscheine wurden bereits verkauft. So können die Ladenschliessungen wegen des Lockdowns zumindest etwas abgefedert werden. Auch die Plattform läuft sehr gut, wie die Initianten von der Agentur «Go 2 Flow GmbH» berichten. Da die Gutscheinplattform reinen Vermittlungscharakter hat, tragen gemäss AGB bei allfälligen Firmenkonkursen die Gutscheinkäufer respektive die Anbieter das Risiko. Ein gutes Mittel, um Konkurse zu verhindern, ist unter anderem der Gutscheinkauf.

Hier finden Sie Hilfe in der Zentralschweiz
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