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Trotz Hochspannung: Stimmbeteiligung im Kanton Luzern dürfte am Sonntag nur durchschnittlich werden

Die Stimmberechtigten können sich am kommenden Sonntag, 19. Mai, zu mehreren Vorlagen äussern und zwei Regierungsräte bestimmen. Das Interesse beim Stimmvolk bewegt sich dabei im gewohnten Rahmen. Zwei Regionen scheren jedoch aus.
Lucien Rahm
Die Stadt Luzern haben bereits 17'000 Couverts für die Wahl und die Abstimmungen vom 19. Mai erreicht. (Symbolbild: Eveline Beerkircher, Luzern, 17. Mai 2017)

Die Stadt Luzern haben bereits 17'000 Couverts für die Wahl und die Abstimmungen vom 19. Mai erreicht. (Symbolbild: Eveline Beerkircher, Luzern, 17. Mai 2017)

Auf bis zu drei Ebenen ist die Meinung der Luzerner Stimmberechtigten am Sonntag gefragt: Nebst zwei eidgenössischen Abstimmungen über Waffenrecht sowie Steuer- und AHV-Reformpläne darf auch auf kantonaler Ebene über eine Aufgaben- und Finanzreform abgestimmt werden. Zudem kommt es zum zweiten Wahlgang für den Regierungsrat – und in gut einem Dutzend Gemeinden zu kommunalen Urnengängen. Die Vielzahl an Wahl- und Abstimmungsfragen scheint die Stimmbürger nicht davon abzuhalten, diese zu beantworten, wie eine Umfrage zeigt. Schon bei den kantonalen Wahlen am 31. März lag die Beteiligung bei 41,5 Prozent.

Eine verhältnismässig hohe Wahlbeteiligung wird für den Wahlkreis Luzern-Stadt erwartet. Bis am Freitag haben über 19'000 Couverts das Wahlbüro erreicht. Die Beteiligung läge mit diesem Wert bei knapp 36 Prozent. Bis am Sonntag sollen es laut Thomas Zumbühl, Leiter der Abteilung Wahlen und Abstimmungen, noch einige mehr werden. «Ich rechne mit einer Beteiligung zwischen 43 und 48 Prozent.» Damit würde der Wert etwa dem Durchschnitt vergangener Abstimmungen entsprechen, so Zumbühl.

Städtisches Stimmvolk geht höchstens zur Hälfte an die Urne

Anders als bei anderen Abstimmungen erfolge der Rücklauf bei diesem Urnengang eher stetig. «Bei extremeren Abstimmungsthemen erreichen uns jeweils am Anfang und am Schluss die meisten Couverts», sagt Zumbühl.

Eine ähnlich hohe Beteiligung zeichnet sich in der Stadt Kriens ab. Bis am Donnerstag haben rund 5800 Stimmberechtigte ihr Couvert eingereicht. Das entspricht etwa 31 Prozent der Stimmbürger. «Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass es am Sonntag 40 bis 45 Prozent sein werden», sagt Stadtschreiber Guido Solari. Damit würde der Wert «im Normalbereich» liegen.

Mit einer Beteiligung bis 40 Prozent rechnet man in Sursee. Am Freitag betrug der Anteil 35 Prozent. 42 Prozent beteiligten sich im März an der Kantonsratswahl. Da Sursee eine der Gemeinden ist, welche die zur Abstimmung stehende Aufgaben- und Finanzreform bekämpft, rechnet Stadtschreiber Guido Peter nicht mit einem allzu niedrigen Wert.

Rund 2100 Couverts sind bis am Freitag bei der Gemeinde Hochdorf eingegangen. Damit würde die Beteiligung bei rund 34 Prozent zu liegen kommen. «Etwa 600 mehr werden es bis am Sonntag wohl sein», sagt Stefanie Gisler, Leiterin der Einwohnerkontrolle. Verglichen mit dem Wert am 31. März von knapp 42 Prozent, würde sich damit eine leicht höhere Teilnahme ergeben.

In Willisau und Flühli sind 50 Prozent üblich

Noch mehr Wahlvolk zu mobilisieren, das gelingt regelmässig zwei Gemeinden im westlichen Kantonsteil. «Bei uns beträgt die Wahlbeteiligung erfahrungsgemäss rund 50 Prozent», sagt der Willisauer Stadtschreiber Peter Kneubühler. Der Grossteil der Couverts erreiche sie jeweils am Samstag und Sonntag. Am Freitag lagen bereits 1900 Umschläge vor – von 35 Prozent der Stimmberechtigten.

Spitzenwerte kommen regelmässig in Flühli zustande. 36 Prozent lautete hier am Freitag der Zwischenstand. Gemeindeschreiber Guido Küng: «Ich hoffe für Sonntag auf 55 bis 60 Prozent.» Bei den Kantonsratswahlen am 31. März waren es 62,6 Prozent.

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