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Trotz rückläufiger Asylzahlen: Bedarf an Luzerner Freiwilligen bleibt sehr hoch

Die Zahlen im Luzerner Asylwesen haben einen neuen Tiefststand erreicht. Dies ändert aber nichts daran, dass der Kanton nach wie vor sehr viele ehrenamtlich Engagierte braucht.
Evelyne Fischer

714 Asylsuchende gibt es im Kanton Luzern aktuell, so wenige wie seit 2010 nicht mehr. Mit den vorläufig Aufgenommenen und den anerkannten Flüchtlingen liegt die Zahl bei 4382 Personen (Artikel vom 26. Juli). Gerade die letzteren beiden Gruppen brauchen Hilfe von Freiwilligen, etwa beim Briefverkehr oder für die Begleitung zu Ämtern. «Trotz tiefer Asylzahlen ist der Bedarf an Freiwilligen daher unvermindert hoch», sagt Jutta Kunz, Abteilungsleiterin Integrationsmassnahmen bei der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF), auf Anfrage. Auch wegen der Integrationsagenda, die der ehrenamtlichen Arbeit «bei der sozialen Integration» eine wichtige Rolle beimesse.

Zur Erinnerung: Die Integrationsagenda verlangt, dass mindestens die Hälfte aller erwachsenen vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlinge sieben Jahre nach der Einreise in den Arbeitsmarkt integriert ist.

Dienststelle hat ein Hausverbot ausgesprochen

Aktuell laufen bei der Koordinationsstelle der DAF Einsatzvereinbarungen mit 65 Personen. «Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Freiwillige direkt in den Gemeinden», sagt Kunz. «Genaue Zahlen, auch zu Vorjahren, liegen daher keine vor.»

Den Freiwilligen sind Grenzen gesetzt. Aktuell ist bei der DAF ein Hausverbot hängig. Kunz sagt: «Die betroffene Person hat sich ohne Einverständnis der Bewohner Zutritt zu einer vom Kanton gemieteten Wohnung verschafft.» Ehrenamtliche werden angehalten, nicht im Namen ihrer Schützlinge bei der DAF vorstellig zu werden. Daran stört sich ein Leser. Kunz erklärt: «Oft dürfen Sozialarbeitende den Freiwilligen aufgrund des Datenschutzes keine Auskunft erteilen. Bei Sprachbarrieren werden interkulturell Dolmetschende beigezogen.»

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