Trotz schwierigem Start: 2019 könnte ein gutes Luzerner Weinjahr gewesen sein

Der Jahresbeginn war kalt und frostig, der Sommer heiss und trocken. Dennoch: Die Weinlese 2019 birgt das Potenzial für einen guten Jahrgang.

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(stp) Der Start ins Weinjahr 2019 war schwierig: Auf grossen Schneefall folgten anfangs Jahr viele frostige Nächte. Dennoch bringt die diesjährige Weinlese das Potenzial für einen guten Jahrgang mit. Dies geht aus einer Mitteilung des Kantons Luzern hervor.

Dies ist umso erstaunlicher, dass nicht nur der Start, sondern auch der Hitzesommer und die daraus resultierende Trockenheit Schäden durch Sonnenbrand verursachten. Im Spätsommer und Herbst regnete es darüber hinaus oft, weshalb der Druck auf die Traubenfäulnis, die Stiellähme und die Kirschessigfliege zunahmen.

Trotz allen Hindernissen: Die Luzerner Winzerinnen und Winzer haben den Grossteil der Ernte Ende September bis Anfang Oktober bei guten Bedingungen eingebracht. Beim Blauburgunder wurden im Durchschnitt 94 Grad Öchsle (Vorjahr: 101) und beim Riesling-Silvaner 75 Grad (Vorjahr: 81) gemessen. Den Höchstwert erreichte mit über 100 Grad Öchsle die robuste Frühsorte Solaris. Auch die Sorten Cabernet Jura, Malbec und Merlot erreichten gemäss Mitteilung Spitzenwerte.

Wein-Vokabular

Was sagen Öchslegrade aus?

Die Qualität des Traubenmostes hängt vor allem vom natürlichen Gehalt an Trauben- und Fruchtzucker ab. Der Zuckergehalt wird anhand der sogenannten Öchslegraden gemessen. Die Bezeichnung geht auf den Mechaniker Ferdinand Öchsle, den Erfinder der nach ihm benannten Mostwaage, zurück.

Öchsle fand heraus, dass man den Öchslegrad verdoppeln kann, um den Zuckeranteil in Gramm pro Liter zu erhalten. Ein Beispiel: Hat ein Wein einen Öchslegrad von 70, besitzt ein Liter dieses Weines einen Trauben- und Fruchtzuckergehalt von 140 Gramm. Daraus lässt sich übrigens auch die Höhe des Alkoholgehalts ableiten. Die Faustregel: Je höher der Öchslegrad, desto grösser der Alkoholgehalt. (stp)

Wie aus der Meldung ausserdem hervorgeht, haben die Luzerner Winzerinnen und Winzer auf einer Rebfläche von 68 Hektaren 428 Tonnen Trauben geerntet, was einer Abnahme von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, trotzdem aber die zweitgrösste Erntemenge nach 2018 ist.

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