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TV-SERIE: Von der Metzgerei zur US-Feuerwehr

Zwei Luzerner tauschten ihr Leben und ihren Job mit zwei Amerikanerinnen. Heute ist ihr grosser Tag.
Peti Federer (links) und Urs Doggwiler bei der Feuerwehr in Lucerne (Kalifornien). (Bild: SRF)

Peti Federer (links) und Urs Doggwiler bei der Feuerwehr in Lucerne (Kalifornien). (Bild: SRF)

Wenn die beiden Luzerner Urs Doggwiler (55) und Peti Federer (45) von ihrem Austausch in den USA erzählen, wirken die Schilderungen so lebendig, als wären sie erst gestern zurückgekehrt. Doch die beiden sind seit sechs Monaten wieder zu Hause. «Das war eine unglaubliche Zeit, jeder Tag war für uns wie Weihnachten», sagt Federer, der mit seinem langjährigen Kollegen Doggwiler bei der Sendung «Verkehrte Welt» des Schweizer Fernsehens (SRF) mitgemacht hat. Dabei tauscht man das Leben mit Fremden und reist an deren Wohnort. Einzige Vorgabe: Der Ort muss gleich heissen.

Trotz Höhenangst zur Feuerwehr

Überrascht waren sie nicht, dass ihr einwöchiger Austausch in die USA führen würde. «Das SRF fragte, ob wir einen biometrischen Pass besitzen da war klar, dass wir das schweizerische Luzern mit einem amerikanischen tauschen würden», sagt Doggwiler, der in Luzern die gleichnamige Metzgerei führt. Dass sie in Lucerne (Kalifornien) als Feuerwehrmänner tätig sein würden, war eine grosse Freude für sie. «Wir beide haben nie der Feuerwehr gedient», erklärt der Metzger. Sein Kollege ergänzt: «Und ich gebe zu, ich habe sogar Höhenangst.» Trotz fehlender Vorkenntnisse haben sie sich gut geschlagen bei den «Firefighters». Aber die Szenen waren natürlich auch inszeniert. «Einen echten Einsatz hatten wir nie», sagt Doggwiler.

Was sie ohnehin mehr geprägt hat als die «Arbeit», ist das Leben nach den Einsätzen. «Zusammen Bier trinken, essen und sich über das Leben unterhalten alles so unkompliziert», sagen sie. Die beiden seien von den Arbeitskollegen und den Ehemännern der Tauschpartnerinnen warm empfangen worden und hätten sich bereits nach wenigen Stunden integriert gefühlt. «Die Amis sind offen und hilfsbereit», sind sich die Luzerner einig. «Oberflächlich? Weit gefehlt, es ist zwischen uns eine richtige Freundschaft entstanden», sagt Federer, der in Luzern beruflich Seminare leitet und kürzlich auf Tele 1 den Fritschiumzug und den Monstercorso kommentierte.

Wiedersehen an der Fasnacht

Stacy Wright (53) und Beverly Emmel (43) aus Kalifornien waren ihre Tauschpartnerinnen. Während die Schweizer in Kalifornien mit dem Wasserschlauch hantierten oder auf einer Schiessfarm Schüsse abfeuerten, haben die Amerikanerinnen in der Metzgerei Doggwiler Fleisch geklopft, geschnitten und verkauft. Ein halbes Jahr ist seit dem Tausch vergangen. Die Amerikanerinnen sind aber erst gestern abgereist. Wie kommt das? «Die beiden sind uns derart ans Herz gewachsen, dass wir sie an die Fasnacht eingeladen haben.» Einzige Bedingung: Sie mussten ihre Ehemänner mitnehmen. «Wir wollten auch den Männern unser Luzern zeigen», so Federer. Die angefressenen Fasnächtler, die in der Guuggenmusig Chottlebotzer Lozärn dabei sind, schickten die Schnittmuster der Fasnachtskleidung in die USA. «Stacy und Beverly schneiderten das Kostüm perfekt», sagt Federer. Heute können sie nochmals in Erinnerungen schwelgen: «Mit unseren Liebsten schauen wir die Sendung auf Grossleinwand an und lassen die Zeit Revue passieren. Zwischen uns und unseren Tauschpartnern hat sich eine Freundschaft entwickelt, die ewig hält.»

Yasmin Kunz

Hinweis

Heute Abend um 21 Uhr wird die Sendung «Verkehrte Welt» auf SRF 1 ausgestrahlt.

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