TV-SHOW: Luzernerin will den «Bachelor» erobern

Ramona Stöckli aus Luzern macht bei der deutschen Reality-Show «Der Bachelor» mit – um dort den Mann fürs Leben zu finden.

Sabina Bügler
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Die aus Luzern stammende Ramona Stöckli ist zurück vom Dreh der Fernsehsendung «Der Bachelor» in Kapstadt. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die aus Luzern stammende Ramona Stöckli ist zurück vom Dreh der Fernsehsendung «Der Bachelor» in Kapstadt. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die Frau sieht gut aus. Gebräunte Haut, kurzes Kleid und ein offenes Lächeln. Die 30-Jährige wirkt so jugendlich, als könnte sie, wie 2001, wieder im Finale der Miss-Schweiz-Wahlen stehen. Aber die gebürtige Luzernerin Ramona Stöckli hat längst einen anderen Weg beschritten.

Reality-TV hat gerufen – und die seit 2009 in Mannheim wohnhafte Fitnesstrainerin folgte dem Jagdhorn prompt: «Ich hatte auf einem Internetportal alte Model-Fotos von mir stehen und wurde daraufhin vom Fernsehsender RTL zum Casting für die Show ‹Der Bachelor› eingeladen.» Sofort begeistert fuhr sie nach Köln und wusste schon während des Gesprächs: «Ich will mit nach Kapstadt!»

Zwei Monate in einer Villa

Zwei Monate und 12 Flugstunden später zieht die Single-Frau mit 19 weiteren Kandidatinnen in eine Villa in Kapstadt ein und trifft dort zum ersten Mal auf den noch nicht offiziell bekannt gegebenen Junggesellen. Zwei Monate lang wird der gut betuchte, attraktive Bachelor dabei gefilmt, wie er die 20 Schönheiten seines temporären Harems begutachtet, ausführt, verführt und selektioniert. Den Kandidatinnen ist es nur gestattet, das Gelände zu verlassen, wenn sie vom Junggesellen zu einem Date eingeladen werden. Die Frage drängt sich auf: Um was geht es bei der TV-Show tatsächlich? Schamlose Polygynie, Bankrotterklärung des Feminismus oder die echte Suche nach dem grössten der Gefühle? «Ich hatte nie den Eindruck, dass ich mit meiner Teilnahme beim ‹Bachelor› das Frauenbild in irgendeiner Form abwerte», betont Stöckli und zieht Parallelen zum «echten Leben». «Wenn ich ausserhalb der Show einen Mann kennen lerne, sind oftmals mehrere Frauen am Start, die dann im Verlauf des Kennenlernens abgehängt werden. So ist das nun mal.» Über ihre Mitstreiterinnen hat sie nur Gutes zu berichten. «Die Mädels waren tolle, starke Individuen, die alle Spass daran hatten, diese einmalige Erfahrung machen zu dürfen.» Also kein Zickenalarm? «Absolut nicht, wir hatten es super zusammen.»

Sendung als Karriereschub?

Dass es einigen Damen mehr um das Vorantreiben ihrer Karrieren ging als darum, das romantische Glück zu finden, streitet die Luzernerin nicht ab. Sie sagt: «Für die anderen Kandidatinnen will und kann ich nicht reden, aber ich flog nach Kapstadt, um den Mann fürs Leben zu finden.» Dass beim gegenseitigen Beschnuppern die Kameras liefen, störte Stöckli nicht. «Ich fühlte mich rundum sehr wohl und bemerkte die Filmerei gar nicht.» Idealste Voraussetzungen also, um den zarten Samen der Zuneigung zu setzen. Wuchs unter der Sonne Südafrikas also eine Liebe heran? «No comment», lacht Stöckli und kneift die Lippen zusammen. «Zum Thema Traummann nur so viel, dunkle Haare, grüne Augen und ein gutes Herz.» Klingt ganz nach dem Schweizer Bachelor Lorenzo Leutenegger. «Wäh, nein», wehrt Stöckli ab, «der ist mir zu schleimig.»

Wie erfolgreich Stöckli um die Gunst des deutschen Bachelors gebuhlt hat, bleibt erst mal ein Geheimnis, das nur vom deutschen Fernsehsender RTL gelüftet werden darf; Woche für Woche etwas mehr. Start der Sendung ist am Mittwoch, 2. Januar, um 20.15 Uhr.