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TV: Wie war der sechste Tatort aus Luzern?

Am Ostermontag lief die sechste Folge des Tatorts aus Luzern. Wie hat Ihnen die neuste Folge «Zwischen zwei Welten» gefallen?
Typische Ausgangslage: Kommissarin Ritschard (Delia Mayer), Kriminaltechnikerin Veitli (Sabina Schneebeli) und Komissar Flückiger (Stefan Gubser) bei einer Leiche. (Bild: SRF / Daniel Winkler)

Typische Ausgangslage: Kommissarin Ritschard (Delia Mayer), Kriminaltechnikerin Veitli (Sabina Schneebeli) und Komissar Flückiger (Stefan Gubser) bei einer Leiche. (Bild: SRF / Daniel Winkler)

Der Fall einer getöteten alleinerziehenden Mutter konfrontiert Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) nicht nur mit drei Kindern, die zwischen ihren Eltern zerrissen sind, sondern auch auf ganz neue Weise mit dem Tod und der Frage, ob es möglich ist, mit Verstorbenen in Kontakt zu treten.

Ihre Meinung interessiert uns! Loggen Sie sich ein und geben Sie gleich unten Ihren Kommentar zum Tatort «Zwischen zwei Welten», der sechsten Folge aus Luzern, ab. Hat Ihnen der Film gefallen? Wie macht Stefan Gubser als Kommissar Flückiger seine Sache? Sind Sie gleicher Meinung wie unser Film-Kritiker (siehe blaue Box)?

Dem Täter auf der Spur: Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) ermitteln im Mord an einer dreifachen Mutter. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Blick auf familiäre Abgründe: Liz Ritschard (Delia Mayer, l.), Yvonne Veitli (Sabina Schneebeli, 2.v.l.) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) stehen vor der Leiche einer jungen Mutter. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Zerrüttete Familienverhältnisse: Die drei Kinder der Verstorbenen stammen von drei verschiedenen Vätern. v.l. Emma (Annina Walt), Ravi (Pablo Caprez), die Patentante Biba (Danijela Milijic Stojcetovic) und Alisha (Anna Fitz). (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Erbitterter Kampf ums Sorgerecht: Die Kommissare Liz Ritschard (Delia Mayer, 3.v.l.) und Reto Flückiger (Stefan Gubser, 2.v.r.) vermitteln im Streit zwischen Vater Rossi (Hans-Caspar Gattiker, vorne l.) und der Spitalpsychologin Dr. Schulthess (Miriam Japp, 3.v.r.). Auch die Freundin der Verstorbenen, Biba (Daniela Milijic Stojcetovic, vorne r.), erhebt Ansprüche. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Gegenüberstellung: Kommissarin Liz Ritschard (Delia Mayer, vorne M.) verdächtigt die Mitglieder einer Väterrechtsorganisation, gegenseitig den Mord an einer der Exfrauen zu decken. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Freund oder Feind: Pablo Guggisberg (Grégoire Gros, vorne l.) ist spiritueller Heiler und will Liz Ritschard (Delia Mayer, M.) und Reto Flückiger (r.) bei den Ermittlungen im Mord an einer dreifachen Mutter behilflich sein. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Unkontrollierte Aggression: Kommissar Flückiger (Stefan Gubser, hinten) versucht auf unkonventionelle Weise das Vertrauen von Ravi (Pablo Caprez), dem Sohn der Ermordeten, zu gewinnen. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Unter Verdacht: Kommissarin Ritschard (Delia Mayer, l.) und Kommissar Flückiger (Stefan Gubser, r.) nehmen Biba (Danijela Milijic Stojcetovic , M.), die engste Freundin der Verstorbenen, ins Visier. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Unter Verdacht: Liz Ritschard (Delia Mayer) nimmt den wutgeladenen Ex-Ehemann Daniele Rossi (Hans-Peter Gattiker) in die Mangel. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
Yvonne Veitli (Sabina Schneebeli) kann einen Selbstmord ausschliessen. Die blauen Flecken am Körper der Toten (Elena Bernasconi) weisen auf einen Kampf hin. (Bild: SRF / Daniel Winkler)
10 Bilder

Tatort «Zwischen zwei Welten»

Eine getötete Mutter und drei Väter

Schon der Einstieg in den letzten Luzerner «Tatort» war stark, im neuen berührt der Anfang gar noch mehr: Eine dreifache Mutter ist getötet worden. Kommissar Reto Flückiger und seine Partnerin Liz Ritschard müssen die Kinder über ihren Verlust informieren.

Dann stellt sich heraus, dass alle drei verschiedene Väter haben. Und damit sind die Väter verdächtig. Vor allem der eine, der den Konflikt mit seiner Ex massiv ausgetragen hat. Als dann noch sein Alibi platzt und er sich als Mitglied einer ziemlich militanten Vätergruppe entpuppt, scheint er als Täter gesetzt. Doch bekanntlich ist es in Krimis selten so, wie es den Anschein hat.

Brisante Aktualität

Der Film, inszeniert von Michael Schaerer («Stationspiraten»), vermag zu überzeugen. Die Thematik der Väter, die beim Sorgerecht oft bis zur Verzweiflung benachteiligt werden, bleibt brisant. Es gibt starke emotionale Momente, vor allem mit den drei Kindern, welche von ihren Darstellern toll gespielt werden.

Wie im letzten Fall reagiert Flückiger sehr persönlich auf das Väter-Kinder-Drama. Er verrät dann auch, wieso das so ist, und enthüllt ein weiteres Puzzleteil seiner Psyche. Obwohl das Erzähltempo schweizerisch gemächlich bleibt, passt der Spannungsbogen. Die Dialoge wirken in Mundart authentisch, werden aber durch die Übersetzung ins Hochdeutsche erneut Angriffsfläche bieten.

Zwiespältig als Figur ist der spirituelle Lehrer der Toten. Dieser ist dem Schweizer Medium Pascal Voggenhuber nachempfunden, und seine Fähigkeiten werden ziemlich unkritisch dargestellt. So kann er den Fahndern einen entscheidenden Tipp geben. Schon vorher nimmt er mit der Toten Kontakt auf und meint, diese wolle den Täter nicht verraten. Damit gibt er dem aufmerksamen Zuschauer allzu früh einen Hinweis, in welche Richtung der Fall laufen wird.

Und Luzern? Wie Tourismuswerbung kommt das Ganze nicht daher. Soll es ja auch nicht. Als Luzern-Affiner erkennt man einige Orte, darüber hinaus werden mehr von ihnen genannt (etwa «Uufschütti») als gezeigt. Der Schauplatz spielt in diesem «Tatort» jedenfalls eine untergeordnete Rolle.

Arno Renggli

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