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«U 20»: Stromfressende Kryptowährungen

In der aktuellen «U 20»-Kolumne hinterfragt Norman Bürli, 17, Schüler an der Kantonsschule Sursee, den Sinn von digitalen Währungen.
Norman Bürli
Norman Bürli.

Norman Bürli.

Neue Technologien wie Kryptowährungen führen Eigenschaften mit sich, die durchaus Potenzial zur Förderung der Globalisierung besitzen. Kryptowährungen könnten sich zu einer ernsthaften Alternative des gewohnten Geldkreislaufs mit nationalen beziehungsweise auf Zusammenschlüssen wie der EU beruhenden Währungen entwickeln, da sie passgenau auf das digitale Zeitalter zugeschnitten sind. Aber ob diese digitale Zukunft auch wirtschaftlich standhält, ist zu diskutieren.

Zu kritisieren ist sicherlich der momentan immens hohe Stromverbrauch, der durch das Verifizieren von Transaktionen und anschliessender Belohnung durch den hauseigenen «Coin» der entsprechenden Kryptowährung generiert wird. Verantwortlich dafür ist die künstlich in die Höhe getriebene Schwierigkeit der Verifizierung von Transaktionen, da durch die aufgekommene Popularität des «Krypto-Minings» der Druck von konkurrenzierenden Anbietern gestiegen ist. Für einen Coin muss jetzt viel mehr Rechenleistung hergegeben werden als am Anfang, weshalb der enorm gestiegene Stromverbrauch einleuchtet. Zur Vereinfachung kann man dies mit einem Kuchen vergleichen: Jeder möchte ein Stück Kuchen haben; solange die Konkurrenz gering bleibt, hat es für jeden ein Stück, aber sobald die Konkurrenz wächst, wird es für den einzelnen schwieriger, an ein Stück Kuchen zu kommen – und der Einsatz, ein paar Krümelchen zu ergattern, wird entsprechend grösser.

Bitcoin und Ethereum – die momentan wichtigsten Kryptowährungen – verbrauchen mittlerweile zusammen mehr Elektrizität als die gesamte Schweiz. Ökonomisch und ökologisch gesehen ergibt ein derart hoher Stromverbrauch nicht den geringsten Sinn. Umso mehr wird diese Feststellung erhärtet, wenn wir bedenken, dass es schon funktionierende Alternativen der elektronischen Bezahlung gibt.

Hinweis: In der Kolumne «U20» äussern sich Schüler der Kanti Sursee zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.

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