U-HAFT: Luzern platziert Häftlinge in der Ostschweiz

Weil die Gefängnisse in der Zentralschweiz überfüllt sind, werden Untersuchungshäftlinge über weite Strecken transportiert.

Cyril Aregger/Lukas Nussbaumer
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Wegen überfüllten Gefängnissen müssen hin und wieder Häftlinge in ausserkantonale Haftanstalten transportiert werden. (Symbolbild Neue LZ)

Wegen überfüllten Gefängnissen müssen hin und wieder Häftlinge in ausserkantonale Haftanstalten transportiert werden. (Symbolbild Neue LZ)

Drei Italiener überfielen in der Nacht auf den 12. März ein schlafendes Ehepaar in Rain, fesselten es und raubten Schmuck. Die Flucht gelang den Männern im Alter zwischen 52 und 62 Jahren jedoch nicht wunschgemäss: Sie wurden nach einer Grossfahndung noch in der gleichen Nacht gefasst und in Untersuchungshaft gebracht.

In Appenzell fündig geworden

Für einen der drei Räuber fand sich jedoch weder im Haft- und Untersuchungsgefängnis Grosshof in Kriens noch in den Gefängnissen in Stans und Sarnen ein Platz. Der Mann musste für mehrere Tage ins kantonale Gefängnis in Appenzell überführt werden, rund 150 Kilometer von Luzern entfernt.

Beim Räuber von Rain handelt es sich nicht um einen Einzelfall. «Es kommt immer wieder vor, dass in der ganzen Schweiz Platz für Untersuchungshäftlinge gesucht werden muss», sagt Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei.