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U20: Bitte lächeln!

Immer wieder hören Jugendliche, dass sie sich zu viel beklagen. Dabei trifft das auch auf die Erwachsenen zu. Ob jung oder alt: Mehr Zufriedenheit kann nicht schaden.
Anna Widmer, 17 Jahre, Schülerin an der Kanti Sursee
Anna Widmer. (Bild: PD)

Anna Widmer. (Bild: PD)

«Ez besch scho weder am motze!» Ein Satz, den wir Jugendlichen immer wieder mal von älteren Mitmenschen zu hören bekommen. Ich frage mich: Motzen wir wirklich so viel? Ja, ich glaube schon. Über die Schule, die ja so streng sei. Darüber, dass wir so viele Hausaufgaben hätten und endlich mal wieder Ferien bräuchten. Es wird immer und überall gemeckert, ob über Mathe, Deutsch oder Chemie. Sogar in der Freizeit, wenn es einem langweilig ist oder man zu viel zum Lernen hat.

Aber sind es wirklich nur die Jugendlichen, die motzen und unzufrieden sind? Keineswegs. Auch die Erwachsenen sind dauernd unzufrieden. Sie hätten es so streng, sie müssten so viel arbeiten, zu den Kindern schauen, haushalten und so bleibe ihnen keine Zeit für Freizeit. Wir sind doch alle gleich, Erwachsene wie Jugendliche sind immer auf der Suche nach etwas, um sich darüber zu beschweren. Ein Thema, über das jeder motzen kann, sind etwa die Jahreszeiten. Im Winter motzen wir, dass es viel zu kalt sei und man sich nach dem Sommer sehne. Und im Sommer, nach einer oder zwei Hitzewochen: «Es esch so heiss, de Herbscht set ändli cho!» Jedes Jahr ist es stets das Gleiche: Wir stecken negative Energien in eine eigentlich tolle Sache. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir vier Jahreszeiten haben. Es gäbe noch viele Beispiele, wo etwas gar nicht so schlecht ist, aber uns im Moment einfach nicht passt und wir etwas Besseres wollen. Und mit der schlechten Laune, die dabei entsteht, stecken wir unsere Mitmenschen an und am Schluss haben alle schlechte Laune.

Wir sollten uns an der Nase nehmen und nicht immer über alles motzen, sondern zufrieden sein und die Dinge positiv betrachten. Wieso mal nicht sieben Tage die Woche lächeln statt 24/7-Gemotze?

Hinweis: In der Kolumne «U20» äussern sich Schüler der Kanti Sursee zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.

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