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U20-Kolumne: Rosinen und Mängel

Antonia Ziswiler, 16, Kantischülerin, wünscht sich mehr Mathematik-Begeisterte – auch Frauen.
Antonia Ziswiler
Antonia Ziswiler. (Bild: PD)

Antonia Ziswiler. (Bild: PD)

Es mangelt im Kanton Luzern nicht nur an Geld, ÖV-Sitzplätzen zu Stosszeiten und Frauen im Regierungsrat, sondern auch an Mathematikschwerpunktfachlernenden. In den letzten Jahren spürbar abnehmend, ähnlich dem Grundwasserspiegel, kommt es zu allmählich bedrohlichen Zuständen. Dafür gibt es doch sicher noch einen anderen Grund als die grausige Länge des Wortes Mathematikschwerpunktfachlernende, oder?

Manche sagen, dass Vektoren keine Zukunft hätten. Und dass es, nebst den oben genannten Dingen, auch an logischem Denken fehle. Na ja. Ich habe da eine andere Theorie: Stellen Sie sich vor, sie führen ein Gespräch in einem Buchklub und offenbaren, dass Sie sportlich sind. Was schlägt Ihnen entgegen? Schock (und vielleicht sogar ein Buch). Und genau so ergeht es Ihnen, wenn Sie sich in einer x-beliebigen Situation als gut in Mathe outen.

Sind Sie zufällig weiblich, verdoppelt sich der Effekt. Eine überforderte Mimik. Ein gequältes Lachen. Ein verlegenes Hüsteln. Ein schneller Themawechsel. In einem Wort: eine tief sitzende, gesellschaftliche Abneigung der Mathematik gegenüber. Zumindest in der Schweiz. So landen nur die im Schwerpunktfach, die wirklich über (schlechte) Mathewitze lachen. Doch fänden sich noch einige Mitlachende mehr, träte der obige Effekt nicht ein.

Ein Beispiel: Wäre die Mehrzahl von Sinus «Sinen», und man stellte ein «Rho» vornedran, dann gäbe es «Rhosinen». Badumzzz. Das war ein Beispiel eines schlechten Mathewitzes. Haben sie gelacht? Eben.

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