Kolumne

U20-Kolumne: Über den Sinn neuer Vorsätze

Lea Müller, 18, Schülerin an der Kantonsschule Willisau, macht sich Gedanken über gute Vorsätze, und was einen Monat nach Neujahr von ihnen bleibt.

Lea Müller
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2020. Das neue Jahr ist schon einen Monat alt, und alle sind nach dem Jahreswechsel wieder in ihrem gewohnten Alltag. Die Feiertage sind vorüber, und nur noch an einzelnen Stellen sind üppige Weihnachtsdekorationen vor den Häusern zu sehen, die vermuten lassen, dass ein grosses Fest gefeiert wurde. Wundervoll gedeckte Tische, üppiges Essen und leuchtende Kinderaugen vor dem geschmückten Weihnachtsbaum sind schon wieder Schnee von gestern.

So heisst es jetzt wieder, in den Alltag zurückzukehren und besonders gut in ein neues Jahr zu starten. Schon bevor das neue Jahr vor der Türe stand, wurden fleissig neue Vorsätze verkündet. Gesunde Ernährung, mehr Sport, Gewicht verlieren und weniger Autofahren. Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal überlegt, was man im neuen Jahr besser machen könnte. Sie nicht auch? Doch wie sinnvoll sind solche Vorsätze wirklich? Sind es wirklich Ziele, die wir uns selbst setzen, oder wollen wir einfach der Mehrheit entsprechen und uns selbst etwas vormachen? Sind wir nicht diejenigen, die sich jedes Jahr von angeblich günstigen Angeboten täuschen lassen? Wäre es nicht besser, uns Dinge vorzunehmen, die uns wirklich wichtig sind?

Sind es doch die Werbemodels und Anzeigen von angeblich gesunden Smoothies auf sozialen Medien, die uns dazu anregen, schon fast perfekt zu sein. Ihr Ziel ist es jedoch lediglich, uns die Fitnessabos zu einem Spottpreis anzubieten, sodass wir nicht anders können, als von dieser Aktion zu profitieren, um dann nur für einen Monat davon Gebrauch zu machen. Viel Geld, aber nur wenig Nutzen. Und sind Spaziergänge an der Sonne nicht besser, als auf dem Laufband die Wand anzustarren? Das Beste daran ist: Es ist kostenlos und man tankt zusätzlich gesundes Vitamin D.

Hinweis: In der Kolumne «U20» äussern sich Schüler der Luzerner Kantonsschulen zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.