UBS-PRÄSIDIUM: Toni Brunner poltert gegen Kaspar Villiger

SVP-Präsident Toni Brunner hat mit einem weiteren Wechsel an der Spitze der UBS gerechnet. Ein Bundesrat oder ein alt Bundesrat sei jedoch nicht die richtige Person.

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SVP-Parteipräsident Toni Brunner. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

SVP-Parteipräsident Toni Brunner. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Es sei klar gewesen, dass zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Grossbank nach dem Konzernchef auch der Verwaltungsratspräsident ausgewechselt werden musste, sagte Brunner im Schweizer Radio DRS 4 News. Nur so könne die Bank wieder gute Zahlen schreiben.

«Bankenkenntnisse?»
Zum neuen Mann an der Spitze der UBS bemerkte Brunner, dass er schon sehr erstaunt gewesen sei, als er den Namen Kaspar Villiger gehört habe. «Die erste Frage, die ich mir gestellt habe, war: Hat er Bankenkenntnisse? Und ist er auch wirklich krisentauglich?», sagte Brunner. Villiger sei ja eher auf der weichen Linie gewesen bei der Debatte «Schweiz - Zweiter Weltkrieg» und beim Swissair-Grounding. Mit Villiger sitzt künftig ein ehemaliger Spitzenpolitiker in der Führungsetage der Grossbank.

Dies entspricht allerdings nicht ganz der Forderung der SVP, die sich im Verwaltungsrat der UBS, für die Dauer, in der sich der Bund bei der Bank finanziell betätigt, einen Bundesvertreter gewünscht hatte. Ein Bundesrat oder ein alt Bundesrat sei dabei nicht die richtige Person, sagte Brunner. Die SVP hätte in ihrer Forderung eher an jemanden mit vertieften Bankenkenntnissen gedacht. Als Beispiel nannte der SVP-Präsident den abtretenden Nationalbankpräsidenten Jean-Pierre Roth.

ap