UDLIGENSWIL: Keine Steuererhöhung dank Leistungsabbau

Der Gemeinderat Udligenswil hat seine Finanzstrategie für die nächsten Jahre bekannt gegeben. Er will den Finanzhaushalt wenn möglich ohne Steuererhöhung regeln. Dies erfordert aber einen Leistungsabbau.

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Den Einwohnern von Udligenswil soll eine Steuererhöhung erspart bleiben. Im Bild ist das Dorfzentrum. (Bild: Archiv  / Neue LZ)

Den Einwohnern von Udligenswil soll eine Steuererhöhung erspart bleiben. Im Bild ist das Dorfzentrum. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Gemeinde müsse Massnahmen vorsehen, um die Defizite im Rahmen zu halten, informiert der Gemeinderat Udligenswil. Denn in den letzten Jahren seien zunehmend kostenintensive Aufgaben wie beispielsweise die Pflegefinanzierung oder Bildungskosten vom Kanton auf die Einwohnergemeinden verlegt worden. Hinzu komme, dass die Gemeinde momentan grössere Vorhaben realisiere und weitere Projekte plane. Gleichzeitig habe die Stimmbevölkerung aber eine Steuererhöhung im letzten Herbst abgelehnt.

Mehr finanzstarke Steuerzahler und weniger Ausgaben

Der Gemeinderat will einerseits die Einnahmen aus Steuern dadurch erhöhen, dass er die Standortattraktivität fördert und so vermehrt finanzstarke Firmen und Personen anziehen kann. Bisher ist die Steuerkraft pro Kopf in Udligenswil im Vergleich mit ähnlich strukturierten Luzerner Gemeinden niedrig.

Andererseits plant der Gemeinderat eine Senkung der Ausgaben. Der Gemeinderat legt in kommenden Busgetierungsphasen den Fokus auf die verfügbaren Mittel. Dies bedeutet, dass der Gemeinderat in Zukunft Leistungen kürzen oder streichen muss. Vor allem nicht gebundene Aufgaben, freiwillig geleistete Beiträge oder auch bisherige interkommunale Mitgliedschaften und Partnerschaften können davon betroffen sein.

pd/spe