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UDLIGENSWIL: Seya Egglers wunderbare Welt durch die Glaskugel

Der 14-jährige Seya Eggler wartet mit einem ganz besonderen Hobby auf: mit sehr speziellen Fotos.
Theres Bühlmann
Ein Bild aus der Abschlussarbeit von Seya Eggler: der Vierwaldstättersee durch eine Glaskugel aufgenommen. (Bild Seya Eggler)

Ein Bild aus der Abschlussarbeit von Seya Eggler: der Vierwaldstättersee durch eine Glaskugel aufgenommen. (Bild Seya Eggler)

Auf diese Idee muss man ja erst einmal kommen – Schweizer Sehenswürdigkeiten durch eine Glaskugel zu fotografieren. Dieses Unterfangen hat sich der 14-jährige Seya Eggler aus Udligenswil vorgenommen, als Abschlussarbeit an der Sekundarschule Adligenswil. Also machte er sich mit Sack und Pack, mit Stativ und Fotoapparat und drei Glaskugeln mit Durchmessern von 7, 9 und 10 Zentimetern auf eine «Tour de Suisse». Als Fortbewegungsmittel dienten dabei Pferde, Velo, der Zug oder manchmal versah Vater Markus Fahrerdienste. Dieser Idee lag ein Video eines Fotografen aus Deutschland zu Grunde. «Weil es so etwas in dieser Art nicht oft gibt, habe ich mich entschlossen, diesen Gedanken aufzunehmen», sagte Seya Eggler.

104 Tage bekam er von der Schule für seine Arbeit, 20 davon wendete er für das Fotografieren auf. Entstanden ist eine 38 Seiten umfassende Abschlussarbeit in Form eines Buches mit dem Titel «Die Schweiz durch die Kugel». Zudem produzierte er ein gelungenes Video, welches auf Youtube zu sehen ist (siehe Hinweis), unter anderem mit einer Kugel, die durch Udligenswil rollt.

Felsenarena als Lieblingssujet

Sein erklärtes Lieblingssujet war der Creux du Van, eine natürliche Felsenarena an der Grenze der Kantone Waadt und Neuenburg. Nicht nur, weil das Fotografieren auf der Klippe eine Herausforderung darstellte, «sondern weil wir dort auch interessante Leute kennen lernten», wie sich Seya Eggler ausdrückte. Aber auch der Rheinfall, die Nydeggbrücke in Bern, der Pilatus und das Matterhorn wurden unter anderem auf diese ungewöhnliche Art und Weise festgehalten. Etwas schwierig sei es gewesen, das Bundeshaus zu fotografieren, «die richtige Perspektive zu finden, war nicht ganz einfach, zudem fand auf dem Bundesplatz eine grössere Veranstaltung statt». Als besonders «harte Nuss» entpuppten sich jene Parts, bei denen die Glaskugeln in die Luft geworfen wurden, um so das entsprechende Sujet fotografisch festzuhalten. «Da brauchte ich manchmal mehrere Versuche, bis es klappte. Und nein», sagte er «Kugeln sind keine in die Brüche gegangen, die eine oder andere weist aber ein paar Bruchspuren auf.»

Er will Fotograf werden

Dass Fotografieren zu seinem liebsten Hobby gehört, versteht sich von selbst. Und entsprechend schlägt er eine berufliche Laufbahn ein. Seya Eggler begann vor kurzem eine dreijährige Lehre als Fotofachmann in Zug, berät unter anderem die Kundschaft beim Kauf von Fotoartikel, und nimmt Filme entgegen, die entwickelt werden müssen. «Vor allem jüngere Leute haben diese Art von Fotografieren vermehrt wieder für sich entdeckt», sagte er.

Später möchte er, wen wunderts, beruflich als Fotograf tätig sein, und verrät eines seiner Wunschsujet: «Kanada würde mich sehr reizen, mit den verschiedenen Seen und den Nationalparks.» Der Youngster ist aber nicht nur auf Natur- und Objektsujet fixiert, «ich mag die ganze breit gefächerte Vielfalt». Als nächstes steht ein weiteres Projekt auf dem Programm: «Luzern im Zeitraffer», welches dann die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt vereint.

Neben den kanadischen Weiten hegt er noch einen weiteren Wunsch: Einmal den schottischen Bike-Trial-Fahrer Danny Mac Askill nicht nur vor die Linse, sondern eben hinter die Glaskugel zu bekommen. Das wäre denn eine besondere Herausforderung, denn die Kunststücke des Schotten, die haben es in sich. Aber Seya Egglers Kunst, die ist ja auch nicht ohne.

Theres Bühlmann

Bild aus der Abschlussarbeit von Seya Eggler: Der Vierwaldstättersee, fotografiert durch eine Glaskugel. (Bild: Seya Eggler)
Sein erklärtes Lieblingssujet war der Creux du Van, eine natürliche Felsenarena an der Grenze der Kantone Waadt und Neuenburg. Nicht nur, weil das Fotografieren auf der Klippe eine Herausforderung darstellte, «sondern weil wir dort auch interessante Leute kennenlernten», wie sich Seya Eggler ausdrückte. (Bild: Seya Eggler)
Etwas schwierig sei es gewesen, das Bundeshaus zu fotografieren, «die richtige Perspektive zu finden, war nicht ganz einfach, zudem fand auf dem Bundesplatz eine grössere Veranstaltung statt.» (Bild: Seya Eggler)
Blick auf den Pilatus. (Bild: Seya Eggler)
Luzerner Wasserturm (Bild: Seya Eggler)
Kuh (Bild: Seya Eggler)
Der Seealpsee im Alpstein (Bild: Seya Eggler)
Steinbock (Bild: Seya Eggler)
Rheinfall (Bild: Seya Eggler)
Dass Fotografieren zu seinem liebsten Hobby gehört, versteht sich von selbst. Und entsprechend schlägt er eine berufliche Laufbahn ein. Seya Eggler begann vor kurzem eine dreijährige Lehre als Fotofachmann in Zug, berät unter anderem die Kundschaft beim Kauf von Fotoartikeln, und nimmt Filme entgegen, die entwickelt werden müssen. (Bild: PD)
104 Tage bekam er von der Schule für seine Arbeit, 20 davon wendete er für das Fotografieren auf. Entstanden ist eine 38 Seiten umfassende Abschlussarbeit in Form eines Buches mit dem Titel «die Schweiz durch die Kugel.» (Bild: Seya Eggler)
11 Bilder

Seya Egglers Welt in Glaskugeln

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