UDLIGENSWIL: Ulkige Leute prägen das Garettenrennen

Mit Schesen feiern die Udligenswiler ihre Fasnacht. Und nehmen dabei Dorfprobleme auf die Schippe.

Drucken
Teilen
Das Ehepaar Krause legt sich beim Schesenrennen ins Zeug. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Das Ehepaar Krause legt sich beim Schesenrennen ins Zeug. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Bunte Schesen und Garetten haben gestern auf dem Gelände des Bühlmatt-Schulhauses in Udligenswil ihre Runden gedreht – dem Schneematsch zum Trotz. Die Fasnachtsbegeisterten präsentierten am Udligenswiler Schesen- und Garettenrennen ihre Sujets, wobei lokale wie globale Probleme gleichermassen auf die Schippe genommen wurden. Ein Karren rollte als Kirche über den abgesteckten Parcours und wurde von einer Hand voll Nonnen und einem schwarz gekleideten Pfarrer begleitet. Angespielt wurde damit auf die Suche nach einem Pfarreileiter für Udligenswil. Beim Schesen- und Garettenrennen war auch die Finanzkrise ein Thema. Nur mit einem kleinen Auto in der Hand lief ein Kind vor den rund 300 Zuschauern die Strecke ab. Zu mehr reiche es finanziell in diesen Tagen nicht, so die Botschaft.

Kürzerer Parcours
Das Rennen wurde heuer zum zehnten Mal von der Guuggenmusig Bärg-Wörze Uedlige organisiert. In diesem Jahr seien es schwierige Bedingungen gewesen, sagt OK-Präsidentin Christine Matter: «Der Parcours ist in diesem Jahr wegen des vielen Schnees kürzer ausgefallen als in den Vorjahren. Auf Rampen haben wir verzichtet.» Der Stimmung habe das Wetter aber keinen Abbruch getan, so Matter. «Die Leute haben viel Spass an diesem Anlass und sind dankbar, dass wir das organisieren.»

Noémie Schafroth