Über 1000 Schweine krank

Die Schnüffelkrankheit ist zurück: Bereits in vier Luzerner Betrieben mussten wegen des Bakteriums Schweine geschlachtet werden – den Züchtern droht ein grosser Schaden.

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Vom Kanton Luzern aus verbreitet sich die Schnüffelkrankheit bei den Schweinen. Im Bild ein Viehtransport in Bern. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Vom Kanton Luzern aus verbreitet sich die Schnüffelkrankheit bei den Schweinen. Im Bild ein Viehtransport in Bern. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Den Luzerner Schweinezüchtern droht nebst den gegenwärtig tiefen Fleischpreisen neues Ungemach. Seit August sind dem Schweinegesundheitsdienst (SGD) in Sempach 21 an den Dienst angeschlossene Betriebe bekannt geworden, deren Schweine von der heimtückischen Schnüffelkrankheit befallen sind. Die Krankheitist für Menschen nicht ansteckend, allerdings bedeutet sie für die betroffenen Bauern einen grossen finanziellen Schaden. Alle 21 Betriebe stammen aus dem Kanton Luzern. Es sind mehr als 1000 Schweine von mehreren Landwirten betroffen. «Das ist eine Katastrophe für diese Bauern», sagt Alois Estermann, Leiter des SGD.

Grosser Schaden

Wird die Krankheit oder der Erreger in einem SGD-Schweinestall festgestellt, kommt das den Züchter teuer zu stehen: Er wird mit einem sofortigen Verkaufsverbot für die Mutterschweine und deren Ferkel an andere SGD-Betriebe belegt, muss die Schweine schlachten und den Stall während 14 Tagen leer stehen lassen. Während die Züchter normalerweise pro Jahr rund ein Drittel der Zuchttiere altershalber ersetzen müssen, sind es mit dem Ausbruch der Krankheit auf einen Schlag sämtliche Tiere – und das geht ins Geld.

Im Kanton Luzern mussten vier Betriebe mit je rund 50 Tieren ihre Schweine bereits schlachten. «Ein Jungtier kostet rund 500 Franken – und bis der Zuchtbetrieb wieder da ist, wo er vorher war, dauert es rund zwei Jahre», sagt Estermann. Bei einer durchschnittlichen Stallgrösse von 48 Sauen kostet eine Erneuerung des Bestandes mehrere zehntausend Franken.

Luzia Mattmann

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