Über 58'000 besuchten Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Luzern verzeichnet die zweitbeste Besucherzahlen seiner Geschichte. Zudem ist die grosse Sommerausstellung 2011 der zeitgenössischen, chinesischen Landschaftsmalerei gewidmet.

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Peter Fischer tritt als Direktor des Kunstmuseums Luzern per Ende Juni 2011 zurück. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Peter Fischer tritt als Direktor des Kunstmuseums Luzern per Ende Juni 2011 zurück. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Museumsdirektor Peter Fischer, der Ende Juni nach zehn Jahren zurücktritt, stellte am Mittwoch sein letztes Jahresprogramm vor. Mit «Shanshui» (21.5.-2.10.) präsentiert er ein internationales Highlight. Konzipiert wurde die Ausstellung zusammen mit dem Künstler Ai Weiwei sowie dem Sammler und Chinakenner Uli Sigg.

Die Landschaftsmalerei steht seit über 1000 Jahren im Mittelpunkt der chinesischen Kunst. Die Luzerner Ausstellung geht dem Verhältnis der zeitgenössischen Künstler zu dieser Tradition nach.

Zusammen mit Museen in Bologna und Den Haag bringt das Kunstmuseum Luzern ferner die erste Einzelausstellung des 37- jährigen Amerikaners Matthew Day Jackson nach Europa (ab 22.10).

Max von Moos und der «Moderne Bund»

Im Frühling wirft das Museum mit Arbeiten von drei zeitgenössischen Künstlern - Peter Roesch, Christian Kathriner, Robert Estermann - einen Blick auf den Surrealisten Max von Moos (1903-1979), der in der Sammlung gut vertreten ist (19.3.-8.5.).

In einer zweiten Ausstellung mit Werken aus der Sammlung wird an den «Modernen Bund» erinnert, der 1911 in Weggis von Hans Arp, Walter Helbig und Oscar Lüthy gegründet wurde. Er bildete praktisch die Geburtsstunde der modernen Schweizer Kunst (13.8.-13.11.).

Weiter zeigt das Kunstmuseum die erste Überblicksausstellung der heute in Paris lebenden Neuenburger Künstlerin Catherine Gfeller (26.2.-8.5.), ein Schlachtenpanorama von Patricia Bucher (26.2.- 1.5.) sowie eine Retrospektive des 2006 verstorbenen Künstlers Ernst Schurtenberger (ab 22.10.)

In Zusammenarbeit mit dem Comix Festival Fumetto sind Arbeiten von Yves Netzhammer (8.4.-24.7.) und Jim Shaw zu sehen (8.4.-17.4.) zu sehen. Und in Kooperation mit dem Lucerne Festival richtet die Musikerin und Künstlerin Charlotte Hug unter dem Titel «Hidden Signs» eine multimediale Installation ein (13.8.-6.11.)

sda

2010 mit zweitbester Frequenz

Das Kunstmuseum Luzern verzeichnete im vergangenen Jahr 58'183 (2009: 57'847) Eintritte. Das ist das zweitbeste Resultat nach dem Rekordjahr 2004. Auch werde in der Rechnung ein Überschuss erwartet, erklärte Museumsdirektor Peter Fischer am Mittwoch vor den Medien. Fischer, der das Museum im Sommer nach zehn Jahren verlässt, wertet die Besucherfrequenzen als Erfolg. Das Kunstmuseum habe seinen Umsatz in zehn Jahren nahezu verdoppelt und präsentiere sich heute in hervorragender Verfassung und mit einer profilierten Ausrichtung. Bei den Besucherzahlen der öffentlichen Kunstmuseen stehe man an fünfter Stelle hinter Basel, Zürich, Genf und Bern.