Über 800 suchen noch eine Lehrstelle

In wenigen Wochen geht für tausende Jugendliche im Kanton Luzern die obligatorische Schulzeit zu Ende. Bisher wurden zwar 200 Lehrverträge mehr als im Vorjahr genehmigt, noch auf der Suche sind mit rund 800 Schulabgängern aber gleich viele wie 2010.

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Jonas Jaun (l.) macht bei der Firma Schindler in Dierikon eine Lehre als Elektrointallateur. Sein Vorgesetzter Markus Broch hilft ihm bei der Installation. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Jonas Jaun (l.) macht bei der Firma Schindler in Dierikon eine Lehre als Elektrointallateur. Sein Vorgesetzter Markus Broch hilft ihm bei der Installation. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Nach dem Ende der obligatorischen Volksschule in rund einem Monat treten im Kanton Luzern 3750 Jugendliche in den Arbeitsmarkt ein. Dazu kommen jene 800, welche im letzten Jahr ein Brückenangebot oder ein Zwischenjahr absolviert haben.

Der Lehrstellenmarkt präsentiere sich stabil, heisst es in der Mitteilung der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. Per Mitte Juni habe sie 3720 Lehrverträge genehmigt. Das seien 200 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Noch 573 offene Lehrstellen

Die Betriebe im Kanton Luzern bilden Jugendliche in rund 150 verschiedenen Berufen aus. Hoch im Kurs stünden bei den jungen Leuten nach wie vor Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit, Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Diese Ausbildungsplätze seien mehrheitlich besetzt. Über die anderen Branchen verteilen sich insgesamt noch 573 offene Lehrstellen. Zahlreiche freie Ausbildungsplätze gibt es in der Metall- und Maschinenindustrie (144 offene Plätze), im Bau- (42) und im Gastgewerbe (24) sowie im Bereich Nahrung und Getränke (54).

Gleich viele wie im Vorjahr auf der Suche

Die insgesamt gute Situation auf dem Lehrstellenmarkt dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch über 800 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle seien. Gründe dafür seien oft, dass sich Schulabgänger zu lange auf einen bestimmten Beruf festlegen, obwohl sie das Anforderungsprofil nicht erfüllen. Zudem seien ungenügende schulische Leistungen, persönliche Defizite und mangelnde Deutschkenntnisse Gründe für Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche.

Alle Neuntklässer, die im Frühling noch keine Anschlusslösung hatten, wurden von der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung zentral erfasst. Diese rund 800 Jugendlichen, etwa gleich viele wie letztes Jahr, würden nun individuell begleitet.

pd/bep