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Überbauung der Weinhalde in Kriens nimmt erste Hürde

Der Krienser Einwohnerrat ist am Donnerstag auf den Bebauungsplan sowie die Einzonung eingetreten. Er will aber, dass möglichst wenig Wald gerodet wird.
Stefan Dähler
Das Areal Weinhalde in Kriens mit den geplanten drei Neubauten in der Bildmitte. (Visualisierung: PD)

Das Areal Weinhalde in Kriens mit den geplanten drei Neubauten in der Bildmitte. (Visualisierung: PD)

Obwohl eine Initiative der Grünen für ein Einzonungs-Moratorium hängig ist, befürwortet der Krienser Einwohnerrat eine neue Überbauung auf dem Areal Weinhalde am Sonnenberghang. Er ist am Donnerstag mit 20 Ja- zu 7 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung auf das Geschäft eingetreten. Dieses beinhaltet den Bebauungsplan, den Erschliessungsrichtplan sowie die Einzonung des knapp 13'000 Quadratmeter grossen Areals.

Private Eigentümer wollen auf dem Areal 45 Eigentumswohnungen realisieren. Diese sollen gute Steuerzahler anlocken. 2017 wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Entstehen sollen zwischen 57 bis 74 unterirdische Parkplätze, die genaue Zahl steht noch nicht fest. Heute ist das Grundstück als «übriges Gebiet B» klassiert. Darin gelten die Bestimmungen der Landwirtschaftszone. Für die Erschliessung müsste ein Waldstück gerodet werden.

Grüne: «Staatspolitisch heikel»

Gegen das Projekt sprachen sich die Grünen und Teile der SP aus. Sie begründeten dies mit der erwähnten Initiative für ein Einzonungs-Moratorium. «Eine Einzonung kurz vor der Abstimmung ist staatspolitisch bedenklich, das Stimmvolk würde das nicht goutieren», sagte Peter Stofer (Grüne). Weiter existiere im Gebiet Luzern Süd noch genügend Bauland. Zudem sei das Projekt ökologisch fragwürdig wegen der Rodung.

CVP, FDP, Teile der SP, SVP und der Stadtrat argumentierten, dass bereits bei der Ortsplanungsrevision 2013 in Aussicht gestellt wurde, das Areal einzuzonen. Damals verzichtete man noch darauf, weil die Erschliessung ungeklärt war. Inzwischen ist das Projekt fortgeschritten. Es gab Konkurrenzverfahren sowie Mitwirkung, selbst Umweltverbände stünden dem Projekt positiv gegenüber, sagte etwa Andreas Vonesch (CVP). Weiter würde es gegen Treu und Glauben verstossen, wenn man das Projekt stoppen würde, nachdem die Eigentümer schon viel Geld in die Planung investiert hätten, so Beat Tanner (FDP). Zudem sei das Areal bereits von überbauten Grundstücken umgeben.

Minimalzahl an Parkplätzen scheitert

Zu reden gaben noch die Parkplätze. Ein Antrag der SP, dass nur das Minimum realisiert werden soll, wurde mit 15 zu 12 Stimmen abgelehnt. Dagegen waren SVP, FDP und Teile der CVP. Sie argumentierten unter anderem damit, dass das Gebiet mit dem ÖV schlecht erschlossen ist. Ebenfalls abgewiesen wurden Anträge der Grünen für einen höheren Energiestandard. Klar überwiesen wurde dagegen ein Antrag der JCVP mit 26 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Demnach soll die temporäre Waldrodung, geplant sind 456 Quadratmeter, auf das absolute Minimum beschränkt werden.

Da es sich um die erste Lesung handelte, fand keine Schlussabstimmung statt. Die zweite Lesung ist im Mai 2020 geplant.

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