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Überdachungs-Initiative «Ebikon lebt» zurückgezogen

Die Initiative für eine attraktive Zentrumsgestaltung und Überdachung der Kantonsstrasse war ein Erfolg. Trotzdem: Das Komitee «ebikon-lebt.ch» hat sie zurückgezogen. Denn jetzt handelt der Gemeinderat.
Sandra Monika Ziegler
So könnte die Kantonsstrasse im Ebikoner Dorfzentrum dereinst verschwinden. (Visualisierung: PD)

So könnte die Kantonsstrasse im Ebikoner Dorfzentrum dereinst verschwinden. (Visualisierung: PD)

Im Frühjahr hatte das Komitee ebikon-lebt.ch innert zwei Monaten 1166 Unterschriften für die attraktive Zentrumsgestaltung und Überdachung der Kantonsstrasse zusammen. Nötig wären 300 Unterschriften gewesen. Ein Achtungserfolg, wie Alex Fischer, Co-Präsident des Initiativkomitees, an der gestrigen Medienkonferenz sagte. Trotzdem: Die Initiative wurde zurückgezogen.

Zu diesem Schritt haben sich die Initianten entschieden, weil der Ebikoner Gemeinderat der Forderung nach einer Machbarkeitsstudie im Sommer entsprochen hat. Zudem wäre mit einer Abstimmung im Frühjahr 2019 das ganze Projekt ins Stocken geraten, so Fischer.

Ortsprägende Lebensader soll saniert werden

Die meistbefahrene Strasse in der Gemeinde Ebikon ist die Kantonsstrasse K17. Sie trennt die Gemeinde, ist Lebensader und Lärmquelle zugleich. Die K17 sollte saniert werden, wie der Gemeinderat bereits 2015 formulierte. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Kanton ein Masterplan erstellt und die Kosten dafür im Budget 2019 bereits reserviert. Doch der Masterplan zeigte praktisch keine Möglichkeiten für eine zukunftsweisende Zentrumsgestaltung auf.

Das rief den Ebikoner Architekten Roland Huwiler auf den Plan. Er zeigte auf, wie eine Überdachung zwischen den Kreuzungen Schlösslistrasse und Dorfstrasse/Chäppelimattstrasse – was einer Länge von 275 Metern entspricht – die Gemeinde aufwerten könnte. Und mit geschätzten Kosten von 20 Millionen Franken wäre dieses Projekt realisierbar, wie auf der Homepage des Initiativkomitees nachzulesen ist. Huwilers private und für die Gemeinde kostenneutrale Konzeption zur Überdachung der Kantonsstrasse K17 fand in breiten Kreisen Anklang, was auch die 1166 Unterschriften bestätigen, erklärte Joachim Walker, Mitglied vom Co-Präsidium. Er rechnete gleich weiter: «Wenn wir davon ausgehen, dass in Ebikon 8600 Stimmberechtigte sind und die durchschnittliche Stimmbeteiligung bei 30 Prozent liegt, was 2580 Personen entspricht, dann haben wir mit unseren 1166 Unterschriften eine 40-Prozent-Zustimmung für die Machbarkeitsstudie.»

Handlungsbedarf ist ausgewiesen

Der Druck auf den Gemeinderat zu handeln, ist mit der Einreichung der Initiative gestiegen. Es bestand in der Causa K17 Handlungsbedarf. Deshalb wurde bereits im Juni 2018 ein externes Büro beauftragt, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. «Ziele der Studie sind die technische Umsetzbarkeit zu prüfen und zweitens eine erste Kostenaufstellung auszuarbeiten», erklärt Gemeindepräsident Daniel Gasser das Vorgehen.

Alex Fischer vom Initiativkomitee zeigt sich damit zufrieden: «Mit der Kostenaufstellung bekommen wir eine klare Einschätzung und alle reden dann vom gleichen Betrag.» Zum zweiten Punkt sagt Fischer: «An der technischen Umsetzbarkeit zweifeln wir aber keinen Moment.» Denn, so betont er: «Bei dem Projekt geht es nicht um einen Tunnelbau. Auf dem besagten Abschnitt wird es maximal ein bis zwei Meter in die Tiefe gehen und dann wird er überdacht.»

Die Machbarkeitsstudie wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen, danach wird die Bevölkerung wieder informiert.

Anstelle der heutigen Kantonsstrasse könnte eine Flanierzone entstehen (Visualisierung: PD)

Anstelle der heutigen Kantonsstrasse könnte eine Flanierzone entstehen (Visualisierung: PD)

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