Überfüllte Züge ärgern Pendler

Eng, heiss und stickig: Die Pendlerzüge von Luzern nach Zürich sind für viele Reisende eine Zumutung. Eine schnelle Lösung haben die SBB nicht parat.

Drucken
Teilen
Karikatur Jals.

Karikatur Jals.

Donnerstagmorgen, 7.30 Uhr, Bahnhof Luzern: Hunderte Pendler steigen in den Zug nach Zürich. Die Abteile sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Passagiere müssen stehen, darunter Doris Tschupp aus Küssnacht. «Es ist extrem, wie voll die Züge jeweils sind», ärgert sich die 28-Jährige. «Jedes Viererabteil ist besetzt.» Auch Marcel Straumann regt sich auf: «Es ist sehr mühsam, wenn man immer stehen muss», sagt der 22-jährige Student, der jeden Tag von Rotkreuz nach Zürich pendelt.

Das Problem ist auch den SBB bewusst. «Es kann sein, dass einzelne Züge überlastet sind», sagt SBB-Mediensprecher Roman Marti. «Wir stossen an unsere Grenzen, obwohl wir alle Züge auf der Strecke LuzernZürich in den Stosszeiten mit zusätzlichen 2.-Klasse-Wagen verstärken.» Zudem setzen die SBB während der Stosszeiten zusätzliche Züge ein: morgens um 6.21 und 7.23 Uhr ab Luzern und abends um 16.41 und 17.41 ab Zürich.

Zudem haben die SBB auf den Fahrplanwechsel hin ein neues Angebot zur Entlastung der morgendlichen Pendlerzüge eingeführt: eine Tageskarte ab 9 Uhr, die für 2.-Klasse-Reisende 54 statt 64 Franken kostet. «Damit wollen wir etwa Gruppenreisende dazu bewegen, später loszufahren», so Marti. Eine merkliche Verbesserung hat aber auch diese Massnahme nicht gebracht. Ein Zuschlag für Reisende in den Spitzenzeiten sei derzeit nicht geplant. «Wir wollen Zugreisende, die nicht zu Stosszeiten reisen, stattdessen mit der vergünstigten 9-Uhr-Tageskarte belohnen», so Marti.

Luzia Mattmann und Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung