ÜBERSCHUSS: Kriens präsentiert Gewinn statt schwarze Null

Statt wie budgetiert mit einer ausgeglichenen Rechnung schliesst die Luzerner Vorortsgemeinde Kriens das Jahr 2007 mit einem Überschuss von 3,5 Mio. Fr. ab. Kriens profitierte wie andere Gemeinden von markant höheren Steuererträgen.

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Blick auf Kriens. (Bild pd)

Blick auf Kriens. (Bild pd)

Mehreinnahmen von lediglich 5000 Fr. waren für 2007 budgetiert. Eine erste Fassung mit einem Fehlbetrag von 1 Mio. Fr. war vom Einwohnerrat noch zurückgewiesen worden. Jetzt darf sich die Gemeinde Kriens unerwartet über Steuer-Mehreinnahmen von 6,85 Mio. Fr. freuen.

"Wir profitieren von der guten Wirtschafts- und Beschäftigungslage", sagte der Krienser Finanzchef Paul Winiker am Montag. Nach intensiver Wohnbautätigkeit habe Kriens 2007 viele Neuzuzüger gewonnen.

Aber auch die Ausgaben übersteigen den Voranschlag – um 3,5 Mio. Fr. Je 1,1 Mio. Fr. der zusätzlichen Steuereinnahmen fliessen in die wirtschaftliche Sozialhilfe und in die Bildung. Die Personalkosten überschreiten das Budget um 1,1 Prozent, der Sachaufwand um 7,8. Dies aufgrund Neuanschaffungen von Fahrzeugen und der Sanierung eines Schulhauses.

Mehr Eigenkapital, weniger Schulden
Da Kriens in Zukunft markante Steuerausfälle erwartet, wird von den 3,5 Mio. Fr. Gewinn eine Steuerschwankungsreserve von 1,55 Mio. geschaffen. 155'000 Fr. kommen dem Personal zugute, mit 675 000 Fr. schlägt die Erhöhung des Abschreibungssatzes zu Buche und 1,1 Mio. Fr. sollen schliesslich ins Eigenkapital von Kriens fliessen.

Kriens verfügt dann über ein Eigenkapital von 16 Mio. Fr., die Darlehensschulden konnten gleichzeitig um 6 auf 77,6 Mio. Fr. reduziert werden. Die Netto-Schuld von 1259 Fr. pro Einwohner liegt deutlich unter dem kantonalen Durchschnitt von 2800 Fr. Mitte Mai behandelt der Einwohnerrat die Jahresrechnung.

sda