Übersterblichkeit

Im Kanton Luzern sind seit sechs Wochen mehr Senioren gestorben als üblich

Die Zahl der Todesfälle der Menschen im Alter von über 65 Jahren hat in den letzten Wochen stark zugenommen. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Luzern 235 Personen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

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Mystische Stimmung an der Nebelgrenze.

Mystische Stimmung an der Nebelgrenze.

Symbolbild: Leserin Sandra Waldispühl (Eigenthal, 28. November 2020)

(rem) Im Kanton Luzern sind in den Wochen vom 23. März bis 27. Dezember bei Personen über 65 Jahren insgesamt 2205 Todesfälle registriert worden. Seit dem 16. November liege die Zahl der wöchentlichen Todesfälle über der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Es sei seit sechs Wochen eine Übersterblichkeit festzustellen, wie Lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilt. In der gleichen Zeitspanne starben im Kanton Luzern 307 Personen in der Altersklasse unter 65 Jahren. Hier ist laut Lustat keine Übersterblichkeit festzustellen.

Seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 sind im Kanton Luzern in Zusammenhang mit Covid-19 235 Personen verstorben, was 56,9 Todesfälle pro 100'000 Einwohner entspricht.

Gesamte Zentralschweiz verzeichnet Übersterblichkeit

Auch in der Zentralschweiz sind in den letzten Wochen mehr Menschen im Alter von über 65 Jahren gestorben als üblich. Die Übersterblichkeit dauert seit zehn Wochen an, schreibt Lustat weiter. Bei den Unter-65-Jährigen war in der Zentralschweiz nur in der ersten Dezemberwoche eine Übersterblichkeit festgestellt worden.