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UFHUSEN: Kirche braucht Spenden für Renovation

Der Innenraum der Pfarrkirche St. Johannes erstrahlt in neuem Glanz. Doch bereits steht der Umbau des Pfarrhauses bevor.
Ernesto Piazza
Ufhusens Kirchgemeindepräsidentin Margrit Müller und Daniel Filliger, Präsident der Spendenkommission, in der frisch renovierten Kirche St. Johannes. (Bild Pius Amrein)

Ufhusens Kirchgemeindepräsidentin Margrit Müller und Daniel Filliger, Präsident der Spendenkommission, in der frisch renovierten Kirche St. Johannes. (Bild Pius Amrein)

«Wenn schon, dann schon», sagt Ufhusens Kirchgemeindepräsidentin Margrit Müller. Damit spricht sie nicht nur das Facelifting des Innenraumes der Kirche St. Johannes an. Auch das Pfarrhaus mit der leeren Wohnung soll renoviert werden. Die Kosten für beide Projekte betragen 724 000 Franken. Die Vorgabe der kantonalen Landeskirche erweist sich für die Kirchgemeinde mit ihren zirka 600 Katholiken allerdings als hohe Hürde. «Mindestens 110 000 Franken an Spenden müssen wir selber beisteuern. Dafür braucht es jedoch ein grosses Engagement», weiss Müller.

Eine Spendenkommission, ein eigens für die Renovation ins Leben gerufenes Patronatskomitee, ein Flyer, Briefe an ehemalige Ufhuser sowie an umliegende Kirchgemeinden und Stiftungen: Die Pfarrei will sich bei ihrer Sammelaktion möglichst breit abstützen. Zudem kann sie auf finanzielle Hilfe der kantonalen Landeskirche zählen. Dazu hoffen die Verantwortlichen – weil das 1780 erbaute Gotteshaus St. Johannes unter Denkmalschutz steht – auf Gelder von der Denkmalpflege. Diese Beträge seien frankenmässig allerdings noch nicht definiert, sagt Margrit Müller.

Neues Licht für die Kirche

Zum Herzstück der Kirchenrenovation gehören sicherlich die vier Kronleuchter. Sie wurden umfassend restauriert. Zudem müssen die Spotlampen für die Chorbeleuchtung und die Seitenaltäre sowie alle Leuchtmittel auf der ersten und zweiten Empore ersetzt werden. Im Zuge dieser Arbeiten passierte auch die Umrüstung auf den LED-Standard. Das Ausbessern im Chor und im Schiff im Sockelbereich infolge Versalzungen der Skulpturen sowie der Seitenaltäre gehören genauso dazu wie die Trockenreinigung des Innenraums. Des Weiteren war der Schriftenstand nicht mehr zeitgemäss und bedurfte einer Anpassung. Zudem werden die Schäden am Johannesbrunnen auch ausgebessert.

Vor zwei Wochen ging die Spendenaktion richtig los. Eine Tendenz oder gar eine Wasserstandsmeldung abzugeben, sei deshalb noch zu früh, erklärt die Kirchgemeindepräsidentin. Trotzdem sagt sie: «Wir nehmen selbstverständlich jede Spende gerne entgegen und hoffen zudem, dass sich möglichst viele Personen als Paten für die restaurierten Objekte finden lassen.» Der für die Kirchenrenovation veranschlagte Betrag beträgt 74 000 Franken. «Die Arbeiten hatten für uns erste Priorität», verrät Margrit Müller. Bis Ende Monat sind sie abgeschlossen.

Wohnung fremdvermieten

Beim Umbau des Pfarrhauses sind die Planungsarbeiten mit dem Architekten in vollem Gange. Das Kernstück betrifft die beiden Begegnungsräume. Einerseits soll der Pfarreisaal renoviert werden. Anderseits ist geplant, den alten Gartensaal im Untergeschoss wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzubauen und ihn weiterhin als Jugendraum oder als Treffpunkt für alle zur Verfügung zu halten. Die Kosten für die Instandstellung der beiden Begegnungsräume betragen 200 000 Franken. Des Weiteren sind eine kleine Küche und ein Büro für die Seelsorge vorgesehen. Die 5?-Zimmer-Wohnung im ersten Stock soll «attraktiv ausgebaut werden», sagt Müller. Weil keine Verpflichtung besteht, die Räume für geistliche Personen freizuhalten, will man diese selbsttragend fremdvermieten.

Die Kosten für die Arbeiten am Pfarrhaus belaufen sich auf 650 000 Franken. Am 8. November 2014 hat die Ufhuser Kirchgemeinde einem Planungskredit von 55 000 Franken zugestimmt. Es besteht die Absicht, dass die Planung bis Anfang Sommer beendet ist. Im Juli soll an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung die Zustimmung für den Baukredit von knapp 600 000 Franken abgeholt werden. Mit der Fertigstellung der Arbeiten rechnen die Verantwortlichen für Frühling 2016. «Der Baustart kann allerdings erst erfolgen, wenn der Betrag von 110 000 Franken bereitsteht und die Zustimmung der Landeskirche erfolgt», so Müller. Für Synodalverwalter Edi Wigger handelt es sich bei der im Raum stehenden Spendensumme aber erst «um eine Schätzung aufgrund der erwarteten Baukosten». Weil die Kirchgemeinde sich im Lastenausgleich befindet, steht ihr für Bauten ein Beitrag in der Grössenordnung von 6 Prozent der Investitionskosten zu.

Während die Landeskirche die Renovation der Pfarrkirche bewilligt hat, erfolgt deren Zustimmung zum Baukredit für das Pfarrhaus erst nach Abschluss der Planungsarbeiten. Trotzdem glaubt Müller an das Projekt. Sie sagt: «Es ist eine qualitativ gute Lösung. Das Dorf steht hinter dieser Renovation.»

Ernesto Piazza

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