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Ufhuser Deponie: Grossprojekt ist massiv im Verzug

Im Gebiet Engelprächtigen ist vor einem Jahr eine Deponie angekündigt worden. Inzwischen zeigt sich: Gift für den vorgesehenen Fahrplan sind insbesondere aufwendige Gespräche mit Grundeigentümern.
Evelyne Fischer
In Ufhusen soll eine Inertstoffdeponie entstehen, wie sie heute bereits im Hächlerenfeld in Buchs (Foto) existiert. (Bild: Pius Amrein, 4. Juni 2018)

In Ufhusen soll eine Inertstoffdeponie entstehen, wie sie heute bereits im Hächlerenfeld in Buchs (Foto) existiert. (Bild: Pius Amrein, 4. Juni 2018)

«In Ufhusen bahnt sich ein Grossprojekt an» – so kündigte unsere Zeitung Anfang 2018 Deponiepläne im Gebiet Engelprächtigen an. Bloss: Ein Jahr später sind die Verantwortlichen weit davon entfernt, oberhalb der Kantonsstrasse Zell–Huttwil, im westlichsten Zipfel Luzerns, wie vorgesehen ab 2021 die Kipper auffahren zu lassen. Schuld daran war unter anderem die lange Kälteperiode im letzten Frühling, welche die geologischen Abklärungen hinauszögerte. «Zudem waren diese aufwendiger als angenommen», sagt Patrik Affentranger, Geschäftsführer der Ipso Eco AG in Rothenburg. «Als ehemaliges Abbaugebiet von Braun- und Schwarzkohle ist der Aufbau des Untergrunds extrem heterogen.»

Die Ipso Eco AG, ein Beratungsunternehmen in Umweltfragen, ist von den Initianten – der Arag Bau AG mit Sitz in Hasle und der Pirol AG Kiesaggregate, Ufhusen – mit dem Deponieprojekt und der Kommunikation beauftragt worden.

Zur Erinnerung: Die Deponie in Ufhusen soll 24 Fussballfelder gross werden. Ihr Fassungsvermögen: eine Million Kubikmeter. Die Deponie wäre eine der grössten im ganzen Kanton. Während einer Betriebsdauer von 15 Jahren sollen Aushub und Bauschutt abgelagert werden. Also auch unrezyklierbares Material wie Flachglas, Ziegel, Keramik, Steingut oder festgebundene asbestbelastete Stoffe.

Neu: Dritte Firma aus Buttisholz mit im Bunde

Inzwischen sind unter anderem geologische und bodentechnische Aufnahmen erfolgt. Geklärt wurden auch Gestaltungsfragen: Wie fügt sich das Projekt in die Landschaft ein? Wo sind ökologischen Massnahmen geplant? Wie steil sollen die Böschungen werden? Wie hoch die Schüttungen? Aufgegleist ist ferner die Firmengründung der Engelprächtigen AG. Neben der Arag Bau AG (Hasle) und der Pirol AG Kiesaggregate (Ufhusen) wird auch die Benerz AG Buttisholz einsteigen, die vom Bauunternehmer Hans Aregger aus Buttisholz präsidiert wird.

«Die Vorprüfung dürfte nach Vorliegen sämtlicher Fakten zur Deponie frühestens ab Mitte 2019 erfolgen.»

Patrik Affentranger, Geschäftsführer Ipso Eco AG

Stets vertagt wurde bislang ein Informationsabend für die Bevölkerung. Auch der Bericht der kantonalen Vorprüfung ist nicht wie geplant Anfang 2019 zu erwarten. «Die Vorprüfung dürfte nach Vorliegen sämtlicher Fakten zur Deponie frühestens ab Mitte 2019 erfolgen», sagt Patrik Affentranger.

Erschliessung ist eine Knacknuss

Ein Knackpunkt ist nach wie vor die Zufahrt, wie der Gemeinderat gemäss einem Bericht des «Willisauer Boten» an der Budgetversammlung sagte. «Es wurden verschiedene Erschliessungsvarianten ausgearbeitet. Deren Prüfung brauchte Zeit», sagt dazu Affentranger. «Die Projektinitianten sind aber zuversichtlich, dass die Grundeigentümer im ersten Halbjahr 2019 der definitiven Erschliessungsvariante zustimmen.» Die Gespräche mit der für das Perimetergebiet relativ grossen Anzahl an Grundeigentümern habe «sehr viel Zeit» in Anspruch genommen. Mit deren sechs sei man «laufend» in Kontakt, sagt Patrik Affentranger.

«In erster Linie geht es uns darum, ein Projekt zu erarbeiten, das hohe Akzeptanz geniesst und bewilligungsfähig ist.»

Patrik Affentranger, Geschäftsführer Ipso Eco AG

Klar ist daher: An eine Inbetriebnahme 2021 ist nicht zu denken. «Wir auferlegen uns keinen Zeitdruck und sprechen daher nicht von einem Verzug», sagt Affentranger. «In erster Linie geht es uns darum, ein Projekt zu erarbeiten, das hohe Akzeptanz geniesst und bewilligungsfähig ist.» Sobald die Verträge mit den Grundeigentümern vorliegen, werde der Terminplan aktualisiert. «Aktuell erachten wir einen Planungshorizont von rund fünf Jahren als realistisch. Mit einem Start ist daher 2023 zu rechnen.»

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