UHRENHANDEL: Umsatz prozentual zweistellig geschrumpft

«Im Schweizer Segment haben wir gelitten», sagt Adelbert Bütler, CEO des Uhrenhändlers Bucherer. Trotzdem gibt er sich «verhalten optimistisch».

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Adelbert Bütler, CEO von Bucherer. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Adelbert Bütler, CEO von Bucherer. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Was die Einkäufe von Touristen in den Bucherer-Läden in Luzern, Interlaken und Genf, anbelange, laufe das Geschäft nach wie vor «recht gut», wie Bütler in einem Interview mit der Gratiswirtschaftszeitung «Cash» sagt. Die Schweizer Kundschaft, die etwa einen Drittel des Gruppenumsatzes ausmacht, kaufe jedoch weniger: «Die Zurückhaltung der Kunden spüren wir derzeit am ehesten in der Preislage zwischen 2000 und 5000 Franken» – Hochpreismodelle würden nach wie vor «relativ gut» laufen.

Es ist noch nicht ausgestanden
Der Umsatz liege prozentmässig «knapp zweistellig unter dem Vorjahr». Wegen der guten Ergebnisse am Chinese New Year sei diese Zahl jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Der weiteren Entwicklung sieht Bütler «verhalten optimistisch» entgegen, wie es weiter heisst, er betont jedoch: «In der Schweiz sehe ich in den nächsten eineinhalb Jahren noch keine substanzielle Erholung.»

Bucherer wurde 1888 in Luzern als erstes Uhren- und Schmuckgeschäft eröffnet. Unternehmen wird bereits in dritter Generation von Jörg G. Bucherer als Präsident des Verwaltungsrats geführt und beschäftigt rund 1100 Mitarbeitende. Seit 2001 wird die eigene Uhrenmarke Carl F. Bucherer weltweit verkauft. Zurzeit gibt es schweizweit 13 Bucherer Verkaufsgeschäfte und zahlreiche weitere Läden im Besitz der Firma im In- und Ausland. Vor Christ und Gübelin ist Bucherer der grösste Schweizer Uhren- und Schmuckhändler.

scd