UM 0,3 PROZENTPUNKTE: Luzerner Kantonalbank senkt die Hypozinsen

Als erste Staatsbanken haben nach dem jüngsten Zinsschritt der Nationalbank die Kantonalbanken von Luzern, St. Gallen und Graubünden eine Senkung der Hypothekarzinsen beschlossen.

Drucken
Teilen
Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank, während einer Medienkonferenz. (Bild Keystone)

Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank, während einer Medienkonferenz. (Bild Keystone)

Die Luzerner Kantonalbank gab am Dienstag bekannt, dass der Richtsatz für variable Hypotheken für erstklassige Wohnbauten per 1. Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent sinkt. Für Neugeschäfte gilt der tiefere Satz per sofort.

Periodische Anpassung
Die Luzerner Kantonalbank will künftig den variablen Hypothekarzinssatz in einem noch zu definierenden Zeitintervall periodisch überprüfen und allenfalls den veränderten Marktgegebenheiten anpassen. Bei der LUKB sind aktuell nur rund 20 Prozent der Hypotheken mit variablen Zinssätzen ausgestattet. Der Schritt wurde von der Bank mit der im laufenden Jahr vollzogenen Entkoppelung des variablen Hypothekarzinssatzes der Kantonalbanken von den Mietzinsen begründet.

Die Kantonalbanken von St. Gallen und Graubünden kündigten gleichentags eine Senkung des Richtsatzes für erstklassige variable Wohnbauhypotheken um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent an. Für bestehende Geschäfte tritt die Änderung bei der Graubündner Kantonalbank am 1. Februar 2009 und bei der St. Galler Kantonalbank am 1. März 2009 in Kraft, für Neugeschäfte in beiden Fällen per sofort.

Raiffeisenbank war Vorreiter
Der nach der jüngsten Leitzinssatzsenkung durch die Nationalbank vom vergangenen 6. November von Mietern und Vermietern geforderte Hypothekarzinssenkung war bisher erst die Raiffeisenbank gefolgt. Sie hatte ihren Mitgliedsbanken umgehend empfohlen, den variablen Hypothekarzinssatz per 1. Februar 2009 um einen viertel Prozentpunkt zu senken.

Für die Anpassung der Mietzinsen ist inzwischen anstelle des Hypothekarzinssatzes der jeweiligen Kantonalbanken ein landesweiter Referenzzinsatz massgebend, der vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement bestimmt wird. Er wird vierteljährlich erhoben und stützt sich auf den volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen der Banken in der Schweiz. Der am vergangenen 9. September erstmals bekanntgegebene Referenzzinssatz für die Anpassung der Mieten liegt bei 3,5 Prozent. Für die Berechnung dieses Referenzzinssatzes waren die Stichtag-Daten aller Schweizer Banken vom vergangenen 30. Juni massgebend, deren auf Schweizer Franken lautenden inländischen Hypothekarforderungen 300 Millionen Franken überstiegen.

ap