UMFRAGE: Der Bevölkerung gefällt's im Kanton Luzern

Die Luzerner Bevölkerung lebt gern in ihrem Kanton. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage von LUSTAT Statistik Luzern, deren Ergebnisse am Montag publiziert worden sind. Der Regierungsrat fühlt sich in seiner Finanz-, Umwelt- und Sicherheitspolitik bestätigt.

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Der Luzerner Bevölkerung gefällt vor allem die Schönheit, die Natur und die zentrale Lage der Stadt. (Bild: Luftbild René Meier / luzernerzeitung.ch)

Der Luzerner Bevölkerung gefällt vor allem die Schönheit, die Natur und die zentrale Lage der Stadt. (Bild: Luftbild René Meier / luzernerzeitung.ch)

Gemäss der Umfrage, an der 4000 Personen per Telefon oder Internet befragt worden sind, leben 94 Prozent der Bevölkerung gern im Kanton Luzern, 60 Prozent sogar sehr gern. Als Pluspunkte der Region genannt wurde deren Schönheit, deren Natur und deren zentrale Lage.

Mit der kantonalen Steuerpolitik sind zwar nur 36 Prozent zufrieden, die Gruppe der Unzufriedenen ist mit 18 Prozent aber nur halb so gross. Fast die Hälfte, nämlich 46 Prozent, sind weder zufrieden noch unzufrieden.

55 Prozent wollen, dass die Steuern so bleiben wie sie sind. Damit stelle sich über die Hälfte ausdrücklich hinter die kantonale Steuerpolitik, erklärte Finanzdirektor Marcel Schwerzmann in einer Mitteilung. Dieses Ergebnis sei eine Bestätigung der bisherigen Politik. Die Steuerbelastung sei im Kanton mittlerweile moderat, es müsse jetzt noch das Ausgabenwachstum gebremst werden.

Zustimmung zu Fördergeldern

Bestätigt fühlt sich der Regierungsrat auch bei den Ergebnissen zur Energiepolitik. 63 Prozent der befragten Luzernerinnen und Luzerner glauben, dass sie energie- und umweltbewusst leben. Mit der Energiepolitik ist knapp die Hälfte zufrieden.

Damit der Energieverbrauch gesenkt werden kann, soll nach Ansicht von 70 Prozent der Staat Fördergelder zur Gebäudesanierung und für grüne Energien ausschütten. Rund zwei Drittel sehen in der Beratung und in strengeren Vorschriften die geeignetsten Massnahmen. Das Verbot von energiefressenden Geräten unterstützen noch 51 Prozent, eine gesetzliche Sanierungspflicht 37 Prozent.

Auch wenn es keine klare Mehrheiten für einschneidende Massnahmen gibt, fühlt sich der zuständige Regierungsrat Robert Küng bestätigt. Die Bevölkerung sei für die Notwendigkeit eines energiepolitischen Umdenkens sensibilisiert. Die Fördermittel würden im Sinne der Bevölkerung verwendet.

Weiterhin Vertrauen in Polizisten

Keine Spuren hinterlassen hat die Krise bei der Luzerner Polizei. 75 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Polizei zufrieden. Der typische Polizist und die typische Polizistin sind gemäss der Umfrage hilfsbereit, freundlich und kompetent.

Die Bevölkerung habe erkannt, dass die Krise bei der Polizei eine Führungskrise gewesen sei, und dass es beim Fehlverhalten im Korps um Einzelfälle gegangen sei, kommentiert Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli das Ergebnis.

Mit Befriedigung konnte Schärli auch zur Kenntnis nehmen, dass sich die Bevölkerung etwas sicherer fühlt als noch 2011. 99 Prozent fühlen sich tagsüber in ihrem Wohngebiet sicher, 77 Prozent nachts. Sicherheit, Kriminalität und Gewalt sei aber weiterhin die fünftgrösste Sorge und müsse deswegen ernst genommen werden.

Als häufigstes Problem lokalisierte die Umfrage den Verkehr. Am zweit- und dritthäufigsten genannt wurden die öffentlichen Finanzen und Ausländerfragen.

sda