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UMFRAGE: Luzern schneidet als Velostadt ungenügend ab

Velofahrer geben der Stadt Luzern schlechte Noten. Trotzdem entwickle sich die Stadt in die richtige Richtung, so Pro Velo Luzern.
Niels Jost
Velofahrer sind gemäss einer Umfrage von Pro Velo Schweiz nicht zufrieden mit der Infrastruktur in der Stadt Luzern. (Bild Roger Grütter)

Velofahrer sind gemäss einer Umfrage von Pro Velo Schweiz nicht zufrieden mit der Infrastruktur in der Stadt Luzern. (Bild Roger Grütter)

Rang 22 von 28: Diese ernüchternde Platzierung muss die Stadt Luzern nach einer Online-Umfrage von Pro Velo Schweiz in Kauf nehmen. Über 660 Luzerner bewerteten die Stadt mit der ungenügenden Note 3,58. Tröstlich dürfte einzig das Ranking anderer grosser Städte sein: Am untersten Ende der Tabelle rangiert Zürich, gefolgt von St. Gallen. Am zufriedensten sind die Bürger der Kleinstadt Burgdorf (Note 4,76), wie «10 vor 10» diese Woche berichtete. Die Rangliste hat Velo Schweiz bereits 2014 veröffentlicht.

«Ungenügende Infrastruktur»

Für die Unzufriedenheit der Luzerner Velofahrer gibt es mehr als nur einen Grund, ist sich Nico van der Heiden, Co-Präsident von Pro Velo Luzern, sicher. «Der Hauptgrund dürfte die ungenügende Infrastruktur sein: Das Netz an Velowegen ist in der Stadt noch löchrig, und es gibt insbesondere am Bahnhof zu wenig Abstellplätze.» Van der Heiden nennt etwa die Verbindung über den Bahnhofplatz oder die Strecke stadteinwärts zwischen dem Löwenplatz und dem Luzernerhof. Dort fehlt bislang ein Veloweg. Eine Anpassung ist jedoch im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts vorgesehen, sagt Milena Scherer, stellvertretende Bereichsleiterin Mobilität beim Tiefbauamt der Stadt Luzern. Das Konzept wurde von der Stadt, dem Kanton, «Luzern Plus» sowie dem Verkehrsverbund erarbeitet. Die vorgesehene kombinierte Bus- und Velospur ist darin als primäre Massnahme enthalten. Ihr soll eine Autospur weichen. Wann die Umsetzung erfolgt, steht noch nicht fest.

Gelungene Projekte in der Stadt

Obwohl gerade solche neuralgischen Punkte den Velofahrern schon lange Probleme bereiten, ist van der Heiden zuversichtlich: «Die Stadt entwickelt sich in die richtige Richtung.» Als gelungene Projekte nennt er etwa die Veloampeln oder das Pilotprojekt Velostrasse an der Bruch- und Taubenhausstrasse. Dort haben Velo- und Autofahrer ab nächster Woche Vortritt, die Pilotphase dauert 10 Monate. Ein Erfolg sei auch der geplante Velo- und Fussgängerweg auf dem ehemaligen Zentralbahn-Trassee zwischen Horw und Luzern. Dieses befindet sich derzeit im Bau und soll im Frühling 2017 eröffnet werden. «Solche Projekte bringen mehr Leute dazu, aufs Velo umzusatteln. Schliesslich besitzen die meisten Schweizer ein Fahrrad, das sie aber nicht regelmässig benutzen», so van der Heiden.

Auch Milena Scherer ist überzeugt, dass die Situation für die Velofahrer mit «den vielen, kleinen Massnahmen laufend verbessert» wird. Nicht umsonst sei die Stadt Ende Mai mit dem «Prix Velo» ausgezeichnet worden. Die ungenügende Note in der Pro-Velo-Rangliste von 2014 war und ist ein Ansporn für die Stadt.

Verfahren gegen Buschauffeur

Allerdings ist es dieses Jahr bereits zu einem tödlichen Velounfall gekommen. Ende März wurde eine junge Velofahrerin beim Luzernerhof von einem Postauto überrollt (Ausgabe vom 1. April). Gegen den erfahrenen Buschauffeur (55) laufen derzeit Untersuchungen wegen fahrlässiger Tötung, sagt Simon Kopp, Pressesprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, auf Anfrage.

Niels Jost

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